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25.10.2016

„Mama Afrika“ soll die Integration beschleunigen

Trotz Wahlniederlage am 4. September gehört eine Penzlinerin nachträglich zu den Siegern. Doch schon gibt es Kritik.

Schwerin. Die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Kaselitz soll die neu geschaffene Stelle der Integrationsbeauftragten im Sozialministerium einnehmen. Zu deren Aufgaben werde es gehören, Kontakt zu den vielen ehrenamtlich tätigen Initiativen in der Flüchtlingshilfe zu halten und die Aktivitäten zu koordinieren, sagte die designierte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Montag in Schwerin.
Kaselitz war 2014 als Nachrückerin Mitglied des Landtags in Schwerin geworden. Bei der Neuwahl im September hatte die 57-jährige Pädagogin, die zuletzt in der Kommunalverwaltung von Penzlin tätig war, den Wiedereinzug ins Parlament aber knapp verpasst. Kaselitz war bei der Entscheidung um das Direktmandat knapp dem CDU-Innenminister Lorenz Caffier unterlegen gewesen.
Auf der Höhe der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr hatte sich Dagmar Kaselitz in Penzlin bei der Integration von Asylbewerbern intensiv engagiert. Viele Neuankömmlinge hatten ihr den Spitznamen „Mama Afrika“ gegeben.
Die Personalentscheidung zugunsten Kaselitz‘ traf bei der oppositionellen Linken auf Kritik. „Die SPD zeigt sich in der Schaffung von Versorgungsposten für ihre Parteimitglieder äußerst kreativ. Die angebliche Sorge um die Menschen entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Sorge um die eigenen Parteimitglieder“, erklärte die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg.
Zuvor war auch bekannt geworden, dass Heinz Müller neuer Datenschutzbeauftragter werden soll. Müller hatte ebenfalls die Wiederwahl in den Landtag verpasst.

25.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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