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12.02.2013

„So ist es viel besser für die Harmonie im Heimatort“

Das Schlechte hat für Gutes gesorgt, freut sich Britta Zolinski. Im Verein „Rettet das Landleben“ hat sie sich gemeinsam mit vielen Lukowern seit 2010
Klein Lukow.Das Schlechte hat für Gutes gesorgt, freut sich Britta Zolinski. Im Verein „Rettet das Landleben“ hat sie sich gemeinsam mit vielen Lukowern seit 2010 gegen eine große Hähnchenfarm gewehrt. Der Agrarunternehmer Herbert Krause aus Bayern wollte in der knapp 300-Seelen-Gemeinde, die im Januar 2011 von der Stadt Penzlin eingemeindet wurde, 300000 Hähnchen mästen. Von Küken bis zum Broiler – insgesamt solltenpro Jahretwa 2,4 Millionen Tiere durch die Anlage an der Hengstkoppel und damit im Zentrum zwischen den Ortsteilen „durchgelaufen“. „Es ist doch Agrarindustrie unter dem Deckmantel von Landwirtschaft“, was da entstehen sollte, empört sich Landwirtin Zolinski. Der Protest gegen Gestank, Lkw-Verkehr und andere negative Belastungen hat die Menschen in den Ortsteilen Groß und Klein Lukow sowie Carlstein neu zusammengeschweißt. Noch sei zwar die Sache offiziell nicht ganz vom Tisch. Aber keiner im Dorf glaubt inzwischen noch, dass in ihrer Nachbarschaft noch eine Geflügelfabrik gebaut wird. Im Gegensatz zu anderen Dörfern in Mecklenburg-Vorpommern habe eine Mehrheit der Leute, „die hier zu Hause sind“, sich durchgesetzt. „Uns geht es im Verein doch vor allem um die Harmonie in unserem Heimatort“, begründet Britta Zolinski die Existenzberechtigung der inzwischen in „Leben im Dorf“ umbenannten Initiative.
Verein und die Sprecher hätten schließlich erreicht, dass die Straße durch die Ortsteile „gemacht“ wurde. Selbst wenn mancher Lukower zu knabbern hatte, seinen Straßen-Obolus anteilig für sein Grundstück aufzubringen. Britta Zolinski sieht den Straßenneubau letztlich als „Geschenk“ und enorme Verbesserung für die Landleute. Und auch Carlstein, wo die Welt nun wirklich zu Ende sei, wird vom Verein nicht vergessen.rs
12.02.2013 
Quelle: Nordkurier 

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