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27.01.2017

Alles muss raus! Schulmöbel gesucht?

Ein Stück Schulgeschichte findet sich in einem Lagerraum der Stadt, der jetzt geräumt werde muss. Stühle und Bänke könnten viel über Unterricht und Zensuren erzählen. Doch sie haben ausgedient. Wer so ein Teil gebrauchen könnte, bekommt es nun so gut wie geschenkt.

Penzlin. Großes Räumen ist derzeit im alten Schleckermarkt in der Großen Straße/Ecke Bornstraße angesagt. „Die Stadt hat die Halle veräußert, die von uns über Jahre als Lagerraum genutzt wurde. Nun muss alles raus”, erklärt Bauhofleiter Uwe Brandt. Vorwiegend handelt es sich dabei um Schulmöbel aus den Einrichtungen der Stadt. „Wir haben schon mal alles durchsortiert und uns von defekten Teilen getrennt. Für die Dinge, die in der Halle noch stehen, gibt es inzwischen keine Ersatzteile mehr”, sagt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Doch sie könnten durchaus noch gute Dienste tun. So finden sich an die 150 Stühle unterschiedlicher Größe, 25 Schulbänke, Tafelteile, ein Kartenhalter. Auch Röhrenfernseher stehen herum. Und auf einer Wandtafel lassen sich noch die Schulrekordhalter in Wurf, Weitsprung, Dreikampf und Crosslauf ablesen. „Jede Woche günstig” ist auf einem Werbeschild zu lesen, das von der Hallen-Decke hängt und an die Zeit des Drogeriemarktes erinnert. Wie Tausende Läden deutschlandweit wurde auch die Penzliner Filiale vor Jahren geschlossen.
Günstig kann der Einkauf hier aber noch einmal werden. Und zwar in der nächsten Woche. „Wir öffnen am Donnerstag, 2. Februar, von 13 bis 16 Uhr die Türen und geben Schulmöbel für den symbolischen Preis von einem Euro ab”, lädt Uwe Brandt zum Ausverkauf ein. Stühle und Tische, die dann keinen Abnehmer finden, landen letztlich im Sperrmüllcontainer.
Ungeklärt ist das Schicksal des Modells von der Alten Burg, das eine Miniaturausgabe des Penzliner Gebäudes zeigt. Es hatte einst seinen Platz im Museum und war später in der Regionalen Ausstellung in der Scheune Bollewick zu sehen. In einem der Nebengelasse der Halle liegt sogar Bürgermeister Sven Flechner im Staub. Nicht er persönlich, sondern sein Konterfei auf einem Holzschild. Es zierte den speziell gebauten Eiffelturm für den Festumzug zur 750-Jahrfeier, der auf die angewachsene Größe der Kleinstadt mit ihren 18 Ortsteilen zum Klein-Paris hinweisen sollte.
Ein Sperrmüllcontainer wird in der nächsten Woche auch vor dem Alten Rathaus abgesetzt. Nach Veräußerung dieser Immobilie sind die Vereine inzwischen ausgezogen. Der Stadtbauhof muss nun alles für die Übergabe an den neuen Eigentümer vorbereiten. Laut Uwe Brandt hat sich übrigens kein Interessent für das alte Klavier auf dem Boden gefunden. Es stamme auch noch aus Schulbeständen.
Der Penzliner, der den Nettomarkt gekauft hat, plant nach Aussage von Bürgermeister Sven Flechner die alte Halle abzureißen und dort ein neues Haus bauen, das dann eventuell für betreutes Wohnen geplant ist.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

27.01.2017 
Quelle: Nordkurier 

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