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11.08.2016

Alt Rehse: Wer ist die verweste Frauenleiche?

Grauenerregend sind die Neuigkeiten, die nach dem Fund der Leiche in Alt Rehse bekannt geworden sind. Die Leiche im Haus des Ex-Wirtes des „Rethra“ ist die einer Frau. Womöglich lag sie schon mehrere Wochen in der Wohnung, aus der immer wieder Lärm und laute Musik die Einwohner zur Verzweiflung brachten. Ein Verbrechen, in ihrem Dorf?

Alt Rehse. „Ist sie die Tote?“ Bereits am Dienstag nachdem eine Leiche im Ex-Landgasthof „Rethra“ in Alt Rehse entdeckt worden war, zuckte so mancher Schaulustige fragend zusammen. War es die Frau, die bei dem Festgenommenen lebte, die nun tot in der Wohnung gefunden wurde?
Dass die Leiche bereits stark verwest ist, das erklärte am Mittwoch die Polizei. Anwohner hätten bis zum Dienstag aber nichts bemerkt oder gerochen. Erst jetzt, als die Polizei, die wegen Lärmbelästigung gerufen worden war, den toten Körper entdeckte, soll der sehr eigentümliche spezielle Geruch eines verwesenden Menschen aus dem Haus gedrungen sein. Noch lange nachdem der Leichenwagen aus dem Dorf rollte.
Dass die Frau, von der man sich im Dorf erzählt, es sei sicher die Lebensgefährtin des „Rethra“-Besitzers gewesen, schon mehrere Tage oder gar Wochen tot sein könnte, davon geht nach eigenen Angaben auch die Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg aus. „Die starke Verwesung hat die Obduktion erschwert. Darum haben wir vorerst auch nur das Geschlecht, aber nicht die Identität der Toten klären können“, sagte Staatsanwältin Beatrix Komning am Mittwoch auf Nordkurier-Nachfrage.
Wer die Frau war und wie sie ums Leben kam, dass sollen die weiteren Ermittlungen ans Licht bringen. Dabei werde nun auch geprüft, ob es Vermisste gibt, die man in Zusammenhang mit Alt Rehse bringen kann. Und das Umfeld des 51-jährigen Festgenommenen, bei dem die Leiche gefunden wurde, werde abgeklopft. Am Mittwochabend erließ die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen ihn. Der Vorwurf: Körperverletzung mit Todesfolge.
Der Mann gilt als nicht gerade beliebt im Dorf. Er soll die Nerven der Dörfler immer wieder durch exzessives Lärmen und Musik strapaziert haben. Auch jetzt als die Polizei den grausigen Fund machte, sei er früh am Morgen wie angeblich so oft mit der Trompete in Aktion gewesen – die verwesende Frau in seinem Haus.
„Ein eigenartiges Paar“ sei das gewesen und „Die Frau soll schon im Frauenhaus Schutz vor ihm gesucht haben“, erzählt man in dem schmucken Dorf, in dem die Menschen ein Verbrechen nicht ausschließen. Das kann die Polizei nach eigenem Bekunden auch nicht, aber auch noch nichts bestätigen. „Wir stehen noch ziemlich am Anfang“, bat Beatrix Komning in diesem brisanten Fall um etwas Zeit.
Einige Zeit soll es auch her sein, dass man die Frau, die den Ex-Wirt des vor sechs Jahren pleite gegangenen Landgasthofes immer mal wieder besucht haben soll, im Dorf gesehen haben will. „Manchmal waren die beiden aber auch gemeinsam unterwegs“, weiß man in Alt Rehse.
Nächster Schritt der Ermittler ist es laut Staatsanwaltschaft auch, heraus zu finden, wer die Tote ist, ob und in welchem Verhältnis sie zum Ex-Rethra-Wirt gestanden hat. Und natürlich die Todesursache. „Die beiden haben ja auch immer auf Facebook geschrieben. Wirres Zeug mitunter, aber wenn sie Spaß dran hatten. Aber nun war von ihr seit Wochen nichts zu lesen“, will man in Rehse wissen, das seit Dienstag nur noch ein Thema hat.

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c.goels@nordkurier.de

11.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

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