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24.01.2017

Alte Bauten machen Platz für Neues

Bereits abgehakt sind Vorhaben aus 2016. Hier und da bleiben für die Gemeinde Kuckssee noch Restarbeiten. Mit dem Abriss eines Stalls, der Umgestaltung eines Gerätehauses und dem Ausbau eines Radweges stellt sich die Kommune auch 2017 einigen Herausforderungen – auch mit Minus im Haushalt.

Kuckssee. Der Begriff an sich hört sich ziemlich starr an. Doch Kuckssee ist bisher gut gefahren mit einer Prioritätenliste für anstehende kommunale Aufgaben. Denn so lasse sich zielstrebig arbeiten. „Unser Haushalt für das laufende Jahr ist beschlossen, befindet sich jetzt in der Prüfphase beim Landkreis. Das heißt für uns aber nicht, die Hände in den Schoß zu legen”, sagt Bürgermeister Norbert Böttcher.
Auch wenn die Gemeinde seit Jahren keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann — momentan gibt es ein Defizit von 250 600 Euro –, versucht sie durch konzentrierten Einsatz von Mitteln im Bürgerinteresse Stück für Stück voranzukommen. So soll in diesem Jahr der Abriss einer alten Stallanlage in Lapitz angegangen werden, die sich bereits in Gemeindebesitz befindet. Das mit Feldsteinsockel um 1905 errichtete massive Gebäude wurde noch zu DDR-Zeiten für die Tierproduktion genutzt, steht jetzt aber leer.
Da der Abriss schätzungsweise an die 100 000 Euro kosten würde, hat sich Kuckssee um Förderung beim Landwirtschaftsministerium bemüht. „Ich denke es sieht ganz gut aus. Meistern wir den Abriss des Stalls, könnten dort vielleicht drei Eigenheime entstehen”, meint der Bürgermeister und verweist auf die Tatsache, dass es einige Interessenten gibt, die in der Ortslage bauen möchten. Konnten mit der Änderung der Abrundungssatzung in Lapitz Möglichkeiten für weiteres Bauland geschaffen werden, stünde das für die anderen Ortsteile noch aus. Wobei eine Satzungsänderung nicht ohne weiteres möglich sei und zudem wiederum Kosten verursache. „Im März wollen wir uns im Rahmen der Gemeindevertretersitzung umfassend mit diesem Thema beschäftigen”, blickt Norbert Böttcher voraus.
Gibt es Mittel aus dem Topf der Dorferneuerung, könnte auch für das einstige Gerätehaus in Puchow ein neues Kapitel beginnen. Da es schon lange keine Ortswehr mehr gibt, soll das Feuerwehrhaus eine Nutzungsänderung erfahren. Die Gemeinde plant, hier ein kommunales Dorfzentrum anzusiedeln. Dazu sollen auch die Vereine mit ins Boot geholt werden. Nach Aussage des Bürgermeisters, sei der Bauantrag bereits gestellt. Um die erforderlichen Kosten von 95 000 Euro berappen zu können, soll im Dorf ein Gemeindehaus veräußert werden.
Auch die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Lapitz für das Jahr 2018 ist auf der Prioritätenliste zu finden. Ebenso der Radweg: „In dieser Woche kommen wir mit Vertretern des Straßenbauamtes Neustrelitz zusammen. Es geht um den Radweg von Krukow in Richtung Ullahof, wo der Anschluss an die bestehende Asphaltverbindung auf dem Alten Bahndamm erfolgen soll”, kommt Norbert Böttcher auf ein weiteres Vorhaben zu sprechen. Das sei eine Alternative zum vormals von den Krukowern gewünschten straßenbegleitenden Radweg an der B 192.
So gut wie abgearbeitet ist die Prioritätenliste vom Vorjahr. Dabei bildete die Modernisierung der sechs Wohnungen im Lapitzer Schloss einen Schwerpunkt. Ob der leer stehende Anbau am Herrenhaus auch noch mal für Wohnzwecke in Betracht komme, das sei nach Meinung des Bürgermeisters eine Aufgabe für die Zukunft.
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m.jacobs@nordkurier.de

24.01.2017 
Quelle: Nordkurier 

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