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24.07.2015

Alte Burg will Defizit mit neuem Namen weghexen

Vier Augen sehen mehr als zwei. Um Kosten zu sparen und Abläufe zu optimieren, holte sich Penzlin Gutachter ins Museum Alte Burg. Nun macht sich die Stadt daran, die Vorschläge anzupacken. Erster Punkt: Der Name.

Im Kassenraum des Burgmuseums Penzlin zieht es. Das bekommen die Mitarbeiter beinahe täglich zu spüren. Auch die bereits eingezogenen Glaswände helfen da nicht. Die Folge: Erhöhte Krankenstände, wie eine Studie herausfand. Einen anderen Eingangsbereich für die Besucher zu öffnen, wäre eine Überlegung. Letztlich muss aber eine technische Lösung geschaffen werden. Denn bis der neue Besucherempfang im Marstall neben der Burg öffnet, vergehen bestimmt noch Jahre.

Bessere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter des Burgmuseums zu schaffen, ist ein Punkt in der Studie, die die Stadt bei der Kommunalen Beratungsgesellschaft KUBUS in Auftrag gab, für rund 3500 Euro. „Angesichts des Rückgangs der jährlichen Besucherzahlen von 30 000 auf 20 000 und des angewachsenen Defizits von 30 000 auf 110 000 Euro mussten wir handeln“, sagt Bürgermeister Sven Flechner. Mit der Veränderung der Öffnungszeiten im Winter hatte die Verwaltung bereits einen ersten eigenen Schritt gemacht, um Kosten einzusparen.

Zu schön für eine Ruine

Bereits im vorigen Jahr waren die Berater vor Ort, sahen sich in der Burg um und bezogen die Mitarbeiter in ihre Analyse mit ein. Vor einigen Monaten bekam der Bürgermeister die 26 Seiten umfassende Auswertung auf den Tisch. „Wir werden die Anregungen nun Schritt für Schritt umsetzen und das fängt schon gleich beim Namen an“, kommt der Bürgermeister auf eine erste Entscheidung zu sprechen.

So sei der Titel „Alte Burg Penzlin“ ein Auslaufmodell, das bei Touristen eher für Verunsicherung sorge – sei eine alte Burg doch meist eine Ruine. „Burg Penzlin. Das Hexenmuseum in Mecklenburg“ soll das Haus nun heißen, was sich auch in Logo, Design und Flyern zeigen soll. Auch die Dauerausstellung werde schrittweise überarbeitet, hoffentlich mit Leader-Fördermitteln.

„Geht man davon aus, dass für eine Ausstellung pro Quadratmeter ca. 1500 Euro in die Hand genommen werden müssen, kämen auf uns an die 200 000 Euro zu. Das kann die Stadt als Träger des Museums nicht leisten. Darum gehen wir Schritt für Schritt die Aufgaben an“, sagt Sven Flechner. So sollen Besucher der Schwarzküche durch einen Umbau irgendwann bis zum Rauchfangmantel unters Dach blicken können. Mit zwei vollen Stellen, aufgeteilt auf vier Mitarbeiter, hat das Museum laut Beratergesellschaft nicht zu viel Personalkosten. Auch die Saisonkraft im Sommer sei für den Stadthaushalt zu verkraften. Einspruch gegen das KUBUS-Konzept gibt es in einem Punkt: Montags wird es keinen Schließtag im Museum geben.

24.07.2015 
Quelle: Nordkurier 

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