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14.12.2017

Altes Gerätehaus macht Platz für neue Begegnungsstätte

Das Wetter macht es möglich, dass an mehreren Stellen im Penzliner Land noch eifrig gebaut wird. So krempeln Handwerker das nicht mehr genutzte Gerätehaus in Puchow um.

Puchow. Die Bodenplatte ist gegossen. Somit können die Mitarbeiter des Bauunternehmens Fischbach aus Penzlin an das Mauern mit den Betonsteinen gehen. Vom ehemaligen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Puchow ist nur noch ein Teil übrig geblieben, der vormals Sanitäranlagen vorhielt sowie Umkleidemöglichkeiten für die Kameraden. Mit Baubeginn Ende Oktober wurde zunächst die Fahrzeughalle weggerissen. Und eben an diesem Standort entsteht jetzt ein neuer Anbau, der mit dem alten Gebäude verbunden wird. „Die Gemeinde baut hier ein Natur- und Dorfhaus, das beispielsweise auch vom Imker- und Anglerverein Penzlin genutzt werden kann. Kinder und Jugendliche an Umweltthemen heranzuführen, das bietet sich hier einfach an”, sagt Norbert Böttcher, Bürgermeister der Gemeinde Kuckssee. Mit dem Wokuhlsee vor der Tür gebe es optimale Bedingungen für dieses Anliegen.
Schon 2012, als Puchow im Rahmen der Fusion zusammen mit Krukow und Lapitz zur neuen Gemeinde Kuckssee zusammenwuchs, hatte der Ort keine eigene Ortswehr mehr. Das Gerätehaus stand viele Jahre leer. Darum strebten die Gemeindevertreter eine Nutzungsänderung an, die anfangs von Behörden kritisch gesehen wurde. Jetzt sei alles im richtigen Fahrwasser, meint der Bürgermeister und ist dankbar dafür, dass dieses Investitionsvorhaben Förderung aus dem Topf der Dorferneuerung erfährt. „Insgesamt kostet uns dieser Bau an die 100 000 Euro. Nachdem wir mit unserem Förderantrag bei der Leader-Gruppe Mecklenburg-Strelitz keinen Erfolg hatten, kam uns der Landkreis zur Hilfe. Er übernimmt 65 Prozent der Bausumme”, so das Gemeindeoberhaupt. Mit dem Verkauf eines kommunalen Gebäudes im Dorf sicherte sich Kuckssee die Eigenmittel für dieses Vorhaben.
Der Bau des Dorfhauses soll zum Februar 2018 abgeschlossen sein. Insofern hoffen auch die Bauleute, dass die Witterung sich noch eine Weile von der milden Seite zeigt. Auf der angrenzenden Wiese später eventuell einen Naturlehrpfad zu gestalten und Obstbäume alter Sorten in den Boden zu bringen, sind weitere Ideen für die Zukunft.
„Trotz angespannter Haushaltssituation ist es wichtig, vorausschauend für die Gemeinde zu planen. Und Beharrlichkeit führt dazu, finanzielle Engpässe irgendwie zu umschiffen”, nennt Norbert Böttcher eine Prämisse in seiner ehrenamtlichen Arbeit. Nur so gelang es, derzeit auch den Abriss einer alten Stallanlage in Lapitz möglich zu machen. Im Umfang von 12 000 Euro werden zudem im dortigen Gutshaus sanitäre Einrichtungen erneuert, die vor allem den Kameraden der Lapitzer Ortswehr zugute kommen werden.
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m.jacobs@nordkurier.de

14.12.2017 
Quelle: Nordkurier 

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