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04.02.2016

Am 1. Mai wird hier so richtig gefeiert

Vor 750 Jahren wurde die Dorfkirche in Ankershagen geweiht. Aus diesem Anlass gibt es am 1. Mai einen besonderen Festtag. Aber auch davor ist schon viel los.

Ankershagen. Einen langen Atem hat die Kirchengemeinde Möllenhagen/Ankershagen bewiesen. Denn schon vor Jahren steuerte sie das 750-jährige Bestehen des Gotteshauses in Ankershagen an. Nun dauert es nur noch ein viertel Jahr bis zum großen Jubiläum. „Die Sanierung ist abgeschlossen. Die Kirche zeigt sich wieder in gutem Zustand und ist damit für die nächsten 100 Jahre gut gerüstet“, sagt Pastorin Angelika Finkenstein.
Auch die vielen Diskussionen mit den Denkmalpflegern bei der Freilegung mittelalterlicher Malerei an der Ostwand im Kirchenschiff sind fast vergessen. Gerade diese historischen Fresken, die Jahrzehnte unter einen dicken Putzschicht verborgen waren, machen die Ankershagener Kirche so einzigartig. Wurde in einem ersten Abschnitt die bauliche Hülle einschließlich Dach und Trockenlegung des Mauerwerkes angepackt, stand im vergangenen Jahr das Innere im Mittelpunkt. Weil die Verbindungstür zur Winterkirche noch fehlt, mussten die Gottesdienste seit Weihnachten ausgesetzt werden. Denn dafür ist es im alten Gebäude einfach zu kalt.
Landeskirche, Denkmalschutz, Stiftungen und viele Spender unterstützten die Sanierung des Gotteshauses, das 1266 geweiht wurde. Auch der Förderverein brachte sich mit ein. Nicht zu vergessen die Knüttfrugens, die in ihrem Handarbeitsklub Leinenbeutel mit dem Kirchenmotiv bestickten. Besondere Kerzen wurden zum Fest gefertigt und die Flyer sind in Arbeit, so die Pastorin.
Am 1. Mai wird die Kirche zu ihrem 750. Bestehen bei einem Festgottesdienst noch einmal geweiht. Die Predigt hält Bischof Dr. Andreas Maltzahn. Verbunden werden soll dieser Tag mit der Einladung zur Goldenen Konfirmation. „Dabei geht es um die Jahrgänge 1961 bis 1966. Um dafür die Teilnehmer zu finden, sind wir auf Mithilfe angewiesen. Denn viele der einstigen Konfirmanden wohnen nicht mehr in der Region“, äußert Angelika Finkenstein eine Bitte. Auch die Recherchen in den Kirchenbüchern helfen da nicht viel weiter. Einen musikalischen Höhepunkt wird es am 1. Mai mit dem Konzert von Musikschülern um 16 Uhr in der Kirche geben.
Aber auch schon vor dem Festtag gibt es Veranstaltungen zum Kirchengeburtstag. Das Puppentheater „Maskotte“ kommt mit dem Stück „Der Fischer un sin Fru“ am 27. April um 18 Uhr in das Gutshaus Friedrichsfelde. Für den 29. April konnte Dr. Friederike Wille von der Freien Universität Berlin für einen Vortrag im Schliemann-Museum Ankershagen gewonnen werden. „Als sie die Kirche in Ankershagen besuchte, kamen wir ins Gespräch. Da sich die Forscherin mit mittelalterlicher Malerei beschäftigt, war sie prädestiniert für einen Beitrag über unsere in den 90er Jahren entdeckten Fresken“, freut sich die Pastorin. Am Vorabend des 1. Mai lädt die Kirchengemeinde Groß und Klein um 18.30 Uhr nach Friedrichsfelde zu einem Laternenumzug ein, der von Feuerwehr und Fanfarenzug Neubrandenburg begleitet wird.
Die Vorfreude ist groß auf das Kirchenjubiläum. Die Pastorin sollte vielleicht noch ein Gästebuch in Reserve haben. Denn seit 1993 wurden zwölf Bücher mit Besuchereintragungen voll geschrieben. Am 1. Mai wird bestimmt so mancher Stift gezückt.

04.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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