Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
16.02.2018

Ankershagen hofft auf Pferdenachwuchs

Es ist noch nicht abgebaut, wird diesem Schicksal aber wohl nicht entgehen. Denn das Trojanische Pferd in Ankershagen ist nicht mehr ganz sicher auf den Beinen. Darum wird ein Nachbau favorisiert, für den die Schliemann-Gesellschaft auf Spendensuche ist.

Ankershagen. Von weitem macht es immer noch etwas her: Das sechs Meter hohe Trojanische Pferd im Museumsgarten von Ankershagen. Seit seiner Aufstellung vor 22 Jahren gilt es als Wahrzeichen der kreislichen Einrichtung. Erinnert es doch an die Sage von der Eroberung Trojas durch die Griechen mit Hilfe einer hölzernen Kriegslist. Von nahe gesehen offenbaren sich allerdings die witterungsbedingten Bauschäden, die das Aus für eine Rutschpartie vom Pferderücken brachten. Ein Dilemma gerade für die Kinder. Seit Herbst vergangenen Jahres ist das Spielgerät aus Sicherheitsgründen gesperrt, die Leiter wurde abmontiert und die Rutsche kann nicht mehr genutzt werden.
„Es war wie Ironie des Schicksals”, sagt Rainer Hilse als Vorsitzender der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft und verweist auf die Sonderausstellung, die im Vorjahr anlässlich des Internationalen Museumstages eröffnet wurde. Eingeordnet in eine Trilogie zum Thema „Pferdewelten” wurde mit Exponaten die unendliche Geschichte vom Trojanischen Perd erzählt. Schließlich finden sich weltweit Ausgaben dieses großen Anschauungsobjektes, beispielsweise in Nordamerika, Taiwan, den Niederlanden und auch in der Türkei. Den Besuchern nach dem Rundgang durchs Museum zu erklären, dass der hölzerne Gesell im Garten wohl bald abgebaut werden müsse, das war schon schwierig.

Verein gab große Summe für neue Dauerausstellung
„Die Fachleute sagten uns, dass wir um einen Neubau nicht herumkommen werden. Die Schäden seien viel zu groß. Der Nachbau des Pferdes werde nach ersten Kostenschätzungen 80 000 Euro kosten”, gibt Rainer Hilse zu verstehen, hofft insgeheim aber immer noch auf eine mögliche Sanierung des Pferdes.
Da die kreisliche Wirtschaftsförderungsgesellschaft als Träger des Museums diese Summe auch nicht auf Anhieb zur Verfügung stellen kann, will die Schliemann-Gesellschaft Schützenhilfe geben. „Nur sind unsere Konten auch gerade abgeräumt worden. Stellt der Förderverein doch 20 000 Euro für den Aufbau der neuen Dauerausstellung im Schliemann-Museum zur Verfügung”, kommt der Vorsitzende auf einen finanziellen Engpass zu sprechen.
Darum wandte sich die Gesellschaft schon Ende 2017 an Firmen in der Region, den Wiederaufbau der berühmten Symbolfigur mit zu unterstützen. „Eigentlich hätte ich darauf ein größeres Echo erwartet. Über die Zusage der Müritz-Sparkasse haben wir uns sehr gefreut”, sagt Rainer Hilse.
Ein Spendenaufruf geht nun an alle Mitglieder der Schliemann-Gesellschaft, auch die Rotarier sollen ins Boot geholt werden. Schließlich gehörten sie vor Jahrzehnten zu den „Geburtshelfern” des Trojanischen Pferdes in Ankershagen. Und auch Mäzen Jost Reinhold in der Schweiz erhielt einen Brief von den Schliemannfreunden aus Ankershagen.
„Die Gemeinde verfügt selbst über keinen größeren Spielplatz. Darum lockte das Pferd auch die Kinder aus dem Dorf an. Zudem war es immer treffliche Kulisse für museumspädagogische Veranstaltungen unter freiem Himmel”, bedauert Rainer Hilse die aktuelle Situation rings um das Holzpferd.
Andererseits ist er Optimist. Vielleicht gibt es ja bereits in diesem Jahr schon wieder Rutschpartien vom Pferderücken aus...
Wer für ein neues Holzpferd spenden möchte:

Empfänger: Schliemann-Gesellschaft e.V.
Zweck: Pferd
Bank: Müritz-Sparkasse
IBAN: DE85150501000640033458
BIC: NOLADE21WRN

16.02.2018 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon+49 3962 2551-0
Fax+49 3962 2551-52
d.hoeck@penzlin.de