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19.07.2016

Arme Adebars!

Die Gemeinde Ankershagen unterhält seit Jahren eine Storchenbeobachtungsstelle am Nationalparkeingang Friedrichsfelde. Doch in dieser Saison haben die Zugvögel sich nicht häuslich in Mecklenburg niedergelassen. Warum, weiß Norbert Sobottka.

Ankershagen. Pünktlich waren sie wohl. In diesem Jahr landeten Herr und Frau Storch fast zeitgleich am 17. April in Ankershagen, weiß Norbert Sobottka. Gern gibt er an der gemeindeeigenen Storchenbeobachtungsstelle auf Nachfrage Auskunft über die gefiederten Reisenden und deren Familienverhältnisse.
„Jahr um Jahr haben sie Jungstörche im Nest gehabt“, weiß der Friedrichsfelder Vogelbeobachter zu berichten. Da die eigentlich standorttreuen Großvögel nicht beringt seien, wäre es schwer, hundertprozentig zu sagen, ob es immer dasselbe Paar war. „Wenn ,Sie‘ sich verspätet, kann die alte Herzdame schon mal Pech haben“, glaubt er zu wissen.
Auf jeden Fall gibt es in diesem Sommer keinen Nachwuchs bei Meister Adebar in Ankershagen.
Sonst konnten Besucher bestens beobachten, wie die Jungstörche mit Mäusen, Fröschen und Insekten aufgepäppelt wurden. „Sogar mit viel Schlangen im Schnabel konnte ich mal die Elternvögel beobachten“, erzählt Sobottka. Ein Fulltime-Job den ganzen Sommer über.
Doch in diesem Jahr: Nichts. Andere Störche seien dahergeflogen, hätten vier Eier aus dem Nest geschmissen, aber selbst nicht gebrütet. Wenigstens im benachbarten Wendorf habe es Doppelnachwuchs gegeben.
Jetzt rüsten die Störche bald wieder zum Flug in den Süden. „Ihre innere Uhr sagt ihnen, wann die Passatwinde günstig wehen“, erklärt Gemeindearbeiter Norbert Sobottka aus Erfahrung. Auf zwei Routen ziehen die Störche im August in ihre Winterquartiere, können Besucher in der Storchenbeobachtungsstelle erfahren. Dabei unterscheidet man nach Ost- und Westziehern.
Die Ostzieher fliegen zum Balkan, Bosporus, nach Israel, der Türkei der Halbinsel Sinai oder entlang des Nil bis Südafrika.
Die Westzieher machen sich auf nach Frankreich, Spanien, Gibraltar, Nord- und Westafrika. Dabei sind gewaltige Strecken zu bewältigen. So dauert die Reise nach Südafrika acht bis 15 Wochen mit Tagesetappen von 150 bis 300 Kilometer.

19.07.2016 
Quelle: Nordkurier 

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