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20.10.2016

Armenspeisung erinnert an des Freiherrn Tat

Ein Moment aus der Historie führt zu besonderen Begegnungen in Penzlin. In einer Festveranstaltung wird am Sonntag dem Freiherrn Ferdinand von Maltzan gedacht, der vor 200 Jahren ein Vorreiter für ganz Mecklenburg war.

Penzlin. Mit dem Gottesdienst am Sonntag, 23. Oktober, um 10 Uhr in der Marienkirche wird einem historischen Ereignis von Penzlin gedacht. Denn am 18. Oktober 1816 hob Ferdinand von Maltzan (1778-1849) als erster deutscher Rittergutsbesitzer auf seinen Gütern die Leibeigenschaft auf. Verkündet wurde das von der Kanzel der Kirche aus. Erst vier Jahre später erhielten alle anderen Leibeigenen in Mecklenburg die Freiheit.
Mit mehreren Veranstaltungen übers Jahr verteilt hat Penzlin an diesen Teil der Stadtgeschichte erinnert. So machten die Hobbyfunker um Harry Bechdolf mit einem besonderen Rufzeichen auf ihre Kleinstadt mit Burg weltweit aufmerksam. Zu einem Sommerfest kamen Vereine, Penzliner und Gäste im Juli am Obelisk auf dem Galgenberg zusammen, erinnert dieses Denkmal doch auch an die Aufhebung der Leibeigenschaft. 100 Jahre nach dem bedeutenden Datum ließ es Johannes Maltzan als Erinnerung an seinen Vater Ferdinand setzen.
Eine Festveranstaltung beendet nun diesen vielfältigen Reigen. Nach dem Gottesdienst schließt sich am Sonntag um 11.30 Uhr im Barlachraum der Alten Burg eine kleine Vortragsreihe zum Thema an. Mit seinen persönlichen Betrachtungen zur Familie von Maltzan nimmt Bernd-Albrecht Freiherr von Maltzan die Gäste der Veranstaltung mit auf eine Zeitreise.
Fritz Reuters deutliche Kritik an den Mecklenburger Verhältnissen zur damaligen Zeit wird in einem Vortrag von Cornelia Nenz, ehemalige Direktorin des Reuter-Literaturmuseums in Stavenhagen, deutlich. Aus der Partnerstadt Otterndorf reist Hans-Volker Feldmann an, der über „Freiheitsgedanken bei Johann Heinrich Voß“ referiert.
Dass dieses historische Thema durchaus auch kulinarisch begleitet werden kann, das wird Holger Gniffke aus Neubrandenburg zeigen. Als Vorspeise zum Vortragsreigen richtet der Koch und Lebensmitteltechnologe eine sogenannte Herrenspeise an, die die Vorliebe des Adels für die französische Küche im vorigen Jahrhundert erlebbar macht. Zum Dessert gibt es eine Armenspeise zu kosten, die in der Schwarzküche der Alten Burg am offenen Feuer zubereitet wird.
Übrigens, tags zuvor ist Henry Stabel im Rittersaal zu erleben. Er gibt am 22. Oktober um 19.30 Uhr dort sein Konzert „Mit allen Wassern gewaschen“.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

20.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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