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09.02.2016

Arzt-Notstand könnte bald kuriert werden

Mit der dauerhaften Erkrankung eines Arztes verschlechterte sich die medizinische Versorgung in Penzlin spürbar. Doch wenn alles glatt läuft können die Patienten bald aufatmen. Das zuständige Gremium sendet positive Signale.

Penzlin. Über den Buschfunk werden bereits Fakten verbreitet: In Penzlin wird sich ab April ein dringend benötigter Hausarzt dauerhaft niederlassen. Bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), dem für die vertragsärztliche Versorgung zuständigem Gremium, ist man dagegen noch etwas zurückhaltender. Aber ganz aus der Luft gegriffen ist die Meldung nicht, dass es nun endlich einen möglichen Nachfolger für einen erkrankten Mediziner gibt. Man sei sehr optimistisch, dass die Praxis in Penzlin wieder besetzt werde, teilte eine KV-Sprecherin mit.
Nach Informationen des Nordkuriers hat sich eine Ärztin aus der Region für die Übernahme der Praxis beworben. Die Kassenärztliche Vereinigung will dazu noch keine konkreten Angaben machen, teilt aber immerhin mit: Der mit Ärzten und Vertretern der Krankenkassen besetzte Zulassungsausschuss werde in Kürze über den Antrag entscheiden. Das nächste Mal tagt das Gremium im März.
Derzeit praktizieren in der Kleinstadt zwei Hausärzte. Ein dritter Mediziner musste seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen im vergangenen Jahr aufgeben. Als Vertretung sprang ein bereits pensionierter Kollege aus Neubrandenburg ein, der zumindest mehrere Tage in der Praxis eine Art Notsprechstunde abhielt. Eine umfassende hausärztliche Versorgung konnte darüber aber nicht gewährleistet werden. Den medizinischen Engpass bekamen die Patienten schnell zu spüren. Weil die verbliebenen Ärzte kaum noch neue Patienten aufnahmen, mussten die Betroffenen in Praxen nach Waren und Neubrandenburg ausweichen. Dass die Kleinstadt einen weiteren Mediziner benötigt, ist unbestritten. Die Ärzte in Penzlin werden auch von vielen Einwohnern mit gesundheitlichen Problemen aus den umliegenden Dörfern und Gemeinden aufgesucht. „Ein weiterer Hausarzt würde die Situation sicherlich entspannen“, sagt auch die KV-Sprecherin.
Der Niederlassung eines Hausarztes oder der Übernahme einer Praxis geht allerdings ein kompliziertes Vergabeverfahren voraus. Das ausschlaggebende Kriterium ist die sogenannte Bedarfsprüfung: Krankenkassen und KV können einem Arzt die Zulassung nur erteilen, wenn die angebotene medizinische Leistung in der jeweiligen Region überhaupt benötigt wird. Die Anzahl der benötigten Hausärzte in einer bestimmten Region wird anhand der Einwohnerzahl ermittelt. Gilt das Gebiet als unterversorgt, können sich dort neue Mediziner niederlassen. In der Region im Umland von Neubrandenburg droht nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit solche eine Unterversorgung mit Hausärzten. Aktuell fehlen in dort sieben Mediziner. Aber zumindest für Penzlin scheint nun eine dauerhafte Lösung in Sicht zu sein. Kontakt zum Autor
u.roll@nordkurier.de

09.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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