Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
24.07.2013

Asphalt in Sicht: Bahn gibt erste Zusagen für Sanierung

Wochenlang herrschte Funkstille zwischen Behörden und Bahn. Jetzt sollen doch noch Gelder fließen. Wenn auch weniger als erhofft.
Von Carsten Schönebeck

Penzliner Land. Immerhin, ein Anfang. Bald soll der Verkehr zwischen Wendorf und Klockow nicht mehr holpern. Der Zustand der Verbindungsstraße südlich von Möllenhagen hatte bereits dazu geführt, dass der öffentliche Nahverkehr eingestellt wurde. (Der Nordkurier berichtete.) Die Schuld sahen Behörden vor allem bei der Deutschen Bahn. Das Unternehmen hat jetzt Geld für die Sanierung in Aussicht gestellt. Über Monate hatten Baufahrzeuge im Auftrag der Bahn die Gemeindestraße genutzt und damit überlastet. Doch den Forderungen nach einer Reparatur folgte ein langwieriges Hickhack. Das findet zumindest vorerst ein Ende.
30 000 Euro wird das Unternehmen zur Verfügung stellen. Weniger als erhofft, denn die Kosten für die wichtigsten Ausbesserungen schätzt das zuständige Bauamt in Penzlin auf rund 40.000 Euro. Auch damit ist nur vorläufig geholfen. Die Schäden seien so schwer, dass Ausbesserungen nur kurzfristig helfen würden. Doch für einen Neubau fehlt den Gemeinden das Geld. Die Straße sei allerdings schon vor Beginn der Bahn-Bauarbeiten in mäßigem Zustand gewesen, so Bauamtsleiter Sven Rose.
Wann genau sich die Situation bessert, ist noch nicht klar. Die Bahn hatte ursprünglich zugesagt, sich der Reparatur selbst anzunehmen. Stattdessen soll jetzt einfach Geld fließen. Das Bauamt muss nun Angebote einholen und Baufirmen finden, die zeitnah mit der Arbeit beginnen können.
Auch in anderen Gemeinden der Müritz-Region wartet man auf Sanierungen im Zusammenhang mit der Deutschen Bahn. Grabowhöfes Bürgermeister Enrico Malow (CDU) sieht es als gutes Signal, dass nun erste Gelder fließen. Auch seiner Gemeinde hatte das Unternehmen Zusagen für Ausbesserungsarbeiten gemacht. Bisher ist jedoch nichts geschehen.
Malow hatte bereits vor einigen Wochen vermutet, der anstehende Bundestagswahlkampf könne neuen Schwung in den Streit bringen. Nicht zu unrecht offenbar. Der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) hatte sich in den vergangenen Tagen für die Gemeinden eingesetzt. In einem offenen Brief hatte er das Taktieren der Bahn als „inakzeptabel“ bewertet.

Kontakt zum Autor
c.schoenebeck@nordkurier.de
24.07.2013 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de