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21.02.2018

Auch ohne Feier hat das Dorf Wünsche

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So könnten sich die Malliner vorstellen, in fünf Jahren vielleicht den 675. Geburtstag ihres Dorfes groß zu feiern. Geschenke würden sie aber gern auch schon zum 670. annehmen.

Mallin. Feste soll man feiern wie sie fallen. Mallin, ein Ortsteil von Penzlin, hätte allen Grund dazu. Wird das Dorf doch in diesem Jahr 670 Jahre alt. Doch Ortsvorsteher Robert Ernst winkt ab: „Wir feiern nicht. Es ist auch niemand auf die Idee gekommen, diese Jahreszahl als Jubiläum zu bewerten. In fünf Jahren könnte es vielleicht anders aussehen”.
Im August 1998 wurde auf den 650. Geburtstag angestoßen. Der Kulturverein lud zu einer dreitägigen Veranstaltungsreihe ein. Der historische Umzug führte von Mallin in den damaligen Ortsteil Passentin, es gab ein großes Seifenkistenrennen, Kutschfahrten, Musik, Schiffsmodelle sausten über den Feuerlöschteich. Robert Ernst, damals Stellvertreter von Bürgermeister Günter Schulz, kann sich noch gut daran erinnern. Geblieben sind von diesem großen Ereignis noch zwei Plaketten, die der Ortsvorsteher als historische Exponate für die Dorfgeschichte aufbewahrt. Er übernahm später den ehrenamtlichen Bürgermeisterposten, der sich mit dem Anschluss der Gemeinde 2012 an Penzlin erledigte. Heute ist der Malliner Landwirt im Stadtparlament von Punschendörp aktiv und kümmert sich als Ortsvorsteher um die Belange der 380 Einwohner.
Viel wurde in den vergangenen Jahren erreicht. So gibt es ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Wehr und zu den jüngsten Errungenschaften zählt der im Vorjahr abgeschlossene Ausbau der Gemeindestraße zwischen Mallin und Passentin. Wermutstropfen bilden dabei allerdings die zum Jahresende von Jugendlichen geköpften Alleebäume. „Könnte ich mir zum Ortsjubiläum etwas wünschen, so stände der Teilausbau der Straße von Passentin nach Wilhelmshöhe auf meiner Liste. Zu meiner Zeit wurde schon mal eine Planung für das Stück angeschoben und die Anwohner hatten die Hoffnung, dass im Rahmen der Fusion mit Penzlin hier die Straßenverbesserung angepackt werde”, sagt Robert Ernst.
Dass der neue Besitzer des Schlosses, das über Jahrzehnte das Sorgenkind in Mallin war, seine Sanierungspläne zielstrebig in die Tat umsetzt, dazu gebe es viel Zustimmung im Dorf. Immerhin sehe das Umfeld des Herrenhauses schon wieder ganz ordentlich aus. Geplant sei in den nächsten Wochen eine Einwohnerversammlung, in der der Schlosseigentümer genau über seine Ausbaupläne informieren möchte.
„Wünschenswert wäre, dass das alte Gutsverwalterhaus in das Schlossensemble mit eingeordnet werden könnte. Es gibt Bemühungen dazu. Gegenwärtig verfällt dieses Gebäude mehr und mehr”, sagt Robert Ernst. Während der Bodenreform wurde dieses Haus an zwei Eigentümer vergeben und dementsprechend umgebaut. Heute ist es im Besitz einer Erbengemeinschaft aus den alten Bundesländern sowie einer Familie aus Mallin. Einer könne ohne den anderen nicht agieren. Ein klarer Fall der Selbsthinderung, schätzt er die Situation ein.
Und hätte er für sein Dorf noch einen weiteren Wunsch frei, dann würde er den schon lange versprochenen Bolzplatz anführen. Mit einem kleinen Fußballfeld soll der Spielplatz neben der Festscheune erweitert werden, der einst mit Leader-Mitteln angelegt wurde. Und das müsse ja nicht erst 2023 zur 675-Jahrfeier von Mallin sein.

21.02.2018 
Quelle: Nordkurier 

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