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06.10.2016

Auf frischer Tat: Unser Barni bekennt Farbe

In einer Gemeinde mit 1500 Einwohnern und neun Ortsteilen gibt es in Sachen Ordnung und Sauberkeit eine Menge zu tun. Um all das und noch viel mehr kümmert sich Gemeindearbeiter Bernhard Baarck mit seinen Mitstreitern.

Möllenhagen. Ihn kennen wohl alle im Dorf. Und mit „Barni“ hat er seinen Spitznamen weg. Bernhard Baarck ist seit 2005 als Gemeindearbeiter unterwegs. Nicht nur in Möllenhagen, sondern auch in den Ortsteilen Lehsten, Groß Varchow, Rockow, Wendorf und Kraase. „Das ist ein großes Gebiet und somit bleibt immer viel zu tun. Fürs Mähen nehme ich mir einen Ort nach dem anderen vor“, sagt der 59-Jährige, der von seinem Kollegen Ernst Dreger unterstützt wird. Dazu gibt es immer mal wieder Hilfe von Leuten, die für bestimmte Zeit für die Gemeindearbeit eingesetzt sind – beispielsweise über den Bundesfreiwilligendienst. Ist die Zeit für den Tag durchgetaktet, kann er Zwischenfälle so gar nicht gebrauchen. So fiel völlig unvorhergesehen die Fensterscheibe von der Seitentür des kleinen Traktors heraus und brach in viele Teile. Was das wieder kostet! Schließlich hat die Gemeinde mit dem Geld zu knappsen. „Wär ich heute doch bloß zuhause geblieben....“, winkt Bernhard Baarck ab.
Sorgen bereitet ihm der Vandalismus im Dorf. Hat seine Truppe mal gerade wieder die Bänke aus den Buswartehäuschen repariert, sind sie schon wieder hinüber. Einbrecher suchten die alte Turnhalle an der Grundschule heim und hinterließen Zerstörungen. Bernhard Baarck zeigt auf den riesigen Schlüsselbund, mit dem er Tür für Tür verschließt. Eventuell schreckt das Langfinger ab. „Zeit kostet es auch immer wieder, den Leuten ihren Müll wegzuräumen. Oft mangelt es an Ordnung und Sauberkeit, weil jeder seinen Kram irgendwohin schmeißt“, spricht der Dorfbewohner eine Unart einiger Mitbewohner an. Hier müssten seiner Meinung nach alle viel aufmerksamer reagieren und auch die Dinge beim Namen nennen. „Barni“ gehört jedenfalls zu denen, die kein Blatt vor den Mund nehmen.
„In Möllenhagen lässt es sich prima leben. Mit der Bundesstraße vor der Tür gibt es eine gute Anbindung zur Stadt und auch die Busverbindungen sind optimal. Kulturverein und Feuerwehr sorgen dafür, dass hier immer was los ist“, sagt der Gemeindearbeiter, der nach Bürgermeisters Worten als „gute Seele“ im Dorf gilt. Er ist hilfsbereit und absolut zuverlässig. „Mit den Eltern und sechs Geschwistern zogen wir 1960 aus dem Vogtland nach Dratow. Dort habe ich als Agrotechniker in der LPG gearbeitet und später in der KAP Bornhof“, blickt der Gemeindearbeiter zurück. Auch im Betonwerk Rethwisch war er tätig und als Kraftfahrer unterwegs. 1980 baute er für seine Familie, zu der drei Töchter gehören, ein Eigenheim in Möllenhagen. Daraus ergab sich dann auch der Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr, in der Bernhard Baarck bereits seit 30 Jahren Mitglied ist. Sowohl als Maschinist als auch in der Gefahrengutgruppe. Dass es der Wehr seit Jahren gut gelingt, Nachwuchskräfte zu ordern, ist ihr Aushängeschild. Sogar in der Kita wird die Begeisterung für den Brandschutz schon entfacht. „Bei Einsätzen kommen zunehmend auch die Kameraden von Lehsten und Kraase mit dazu. Das ist eine gute Sache und trägt zur Schulung bei“, lobt Bernhard Baarck das Agieren von Ortswehrführer Gerd Hellwig. Mit dem neuen Löschfahrzeug ist die Stützpunktwehr gut ausgestattet.
Guckt der Gemeindearbeiter auf seinen Fuhrpark, so fallen ihm auch Wünsche ein. „Im Prinzip läuft unsere Technik. Nur der Motor vom zwölf Jahre alten Aufsitzmäher hat schlapp gemacht. Insofern war es sogar Glück, dass es so lange trocken war. Da musste nicht ständig gemäht werden“, wendet „Barni“ für sich die Angelegenheit zum Guten.
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m.jacobs@nordkurier.de

06.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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