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14.01.2016

Ausgestellt und klar gestellt: Schätze fanden auch andere

Vom Podest holen wollen sie in natürlich nicht, ihren Troja-Ausgräber. Doch eine neue Schau im Ankershagener Museum will zeigen, dass es neben Schliemann auch andere bedeutende Archäologen gab. Auch das Jahr ist schon durchgeplant. Nur mit dem alten hadern sie noch.

Ankershagen. Reinhard Witte ist im Stress. Arbeitet er doch noch an der Reihe „Mitteilungen aus dem Heinrich-Schliemann-Museum“, die im Februar erscheinen soll. „Das werden wohl diesmal zwei Bände. Da in der Ausgabe alle 27 Vorträge des Internationalen Kolloquiums veröffentlicht werden, das Anfang September zum 125. Todestag von Heinrich Schliemann durchgeführt wurde“, sagt der Museumsleiter. Landesfördermittel ermöglichen diese Publikation.
Die neuen Mitteilungen aus dem Haus in Ankershagen werden zudem Begleiter sein für die Sonderausstellung „Archäologie und Archäologen im 19. Jahrhundert“. Diesem Thema widmete sich auch die Konferenz. Die Schau wird voraussichtlich am 20. Februar auf dem Dachboden des Museums eröffnet. Mitarbeiterin Undine Haase recherchiert gegenwärtig das Material, mit dem auf 20 Bannern über weitere Archäologen informiert werden soll. Dazu gehören zum Beispiel Alexander Conze oder Adolf Furtwängler. „Schliemann wird oft isoliert betrachtet und bekam deshalb auch viele Anfeindungen. Es geht darum, ihn in einen Kontext mit anderen Archäologen und Ausgrabungsstätten seiner Zeit zu setzen“, erklärt Reinhard Witte.
Fortgeführt werden die Sonntagsvorträge, für die es längst ein Stammpublikum gibt. Aber auch für die Reihe „Kulturelle Gedächtnisorte stellen sich vor“ finden sich immer mehr Interessenten. So wird Peter Böthig am Freitag, 15. Januar, um 19 Uhr das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum Schloss Rheinsberg vorstellen. 15 Veranstaltungen sind für Kinder und Jugendliche geplant – von Faschingsmasken-Bastel bis hin zur Künstlerwerkstatt. „Anknüpfend an den Erfolg des Vorjahres werden wir am 23. Juli erneut zu einem Griechischen Fest auf das Museumsgelände einladen und bemühen uns darum, dass diesmal ein griechisches Restaurant die Speisen liefert“, kommt der Leiter auf einen Höhepunkt für 2016 zu sprechen.
Knapp 11 000 Besucher verzeichnete das Museum 2015 und konnte sich über ein kleines Plus freuen. Im Jubiläumsjahr hatte sich Reinhard Witte aber auf mehr Interessenten eingestellt. Erstaunlicherweise sei der Mecklenburger Heinrich Schliemann auch für die Medien 2015 nicht das Thema gewesen. „Nur der österreichische Rundfunk hatte ein einstündiges Interview mit mir gesendet. Dennoch sind wir stolz darauf, dass unser Museum den 125. Todestag Schliemanns über das ganze Jahr in Veranstaltungen einfließen lassen konnte“, so der Museumsleiter. Unerfüllt bleibe weiterhin der Wunsch nach einer neuen Ausstellung zu Leben und Werk des Troja-Ausgräbers in Ankershagen, die sicher mehr Besucher locken würde. Mit dem Trägerwechsel des Museums in die kreiseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFM und neuerdings in die MUSeEn GmbH seien viele Fragen wie zukünftige Finanzierung oder Konzepte noch offen. An Ideen mangelt es in Ankershagen allerdings nicht.
Das Museum hat gegenwärtig Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und sonnabends von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

14.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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