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21.11.2016

Awo: Neue Chefin fordert transparente Arbeit

Am Wochenende glühten die Drähte – die neue Awo-Vorstandsriege um die Vorsitzende Dagmar Kaselitz stimmte sich intensiv ab, um den „Scherbenhaufen“ zusammenzukehren. Parallel zum Neuanfang rechnete der zurückgetretene alte Vorstand gnadenlos mit der Ära Olijnyk/Lohmann ab.

Waren. Noch in der Nacht zu Sonnabend hatte Dagmar Kaselitz die erste Pressemitteilung an den Nordkurier gesendet. „Ich möchte ein gutes Verhältnis zur Presse, wir möchten, dass unsere Arbeit transparent ist“, betonte die neue Vorstandschefin der Awo Müritz gleich im ersten Gespräch mit dem Nordkurier. Wo die alte Riege lieber hinter hohen Mauern ihre Geschäfte abwickelte und die Öffentlichkeit – wie bei der Kreisdelegiertenkonferenz am Freitagabend – , vor die Tür setzte, möchte die Sozialdemokratin Kaselitz die traditionellen Werte der Arbeiterwohlfahrt mit Leben füllen: Solidarität, Toleranz, Gerechtigkeit und Freiheit.
Zur Seite stehen der 57-Jährigen aus Penzlin bei diesem Vorhaben der neue Vizechef Oliver Hohn (ehemaliger Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Waren), als Revisor der Sozialdezernent des Kreis, Michael Löffler (ebenfalls SPD) und als Beisitzerin Nadine Julitz (SPD-Landtagsabgeordnete). Ergänzt wird der Vorstand durch die beiden Beisitzer Harro Schmidt und Hartmut Kretschmer. Nach Auskunft von Kaselitz muss für den geschäftsführenden Vorstand noch ein Schatzmeister gefunden werden. „Da entsprechend der Satzung mindestens vier Beisitzer zu wählen sind, ist auch hier noch ein Platz zu besetzen“, sagte Kaselitz. Ebenso sei auch der Posten eines Revisors noch offen. „Auch wenn wir noch nicht komplett sind, können wir handeln“, machte Kaselitz deutlich.
Dass es Kaselitz mit dem Neuanfang ernst meint, zeigte sie am Sonntagmittag, als die ehemalige Landtagsabgeordnete ihren neuen und den alten Vorstand sowie Geschäftsführerin Simone Ehlert bereits für den kommenden Freitag, 25. November, zu einem Treffen in der Awo-Müritz-Geschäftsstelle auf dem Mühlenberg einlud. Dort möchte sich die neue Vorstandscrew genau über die Strukturen des Kreisverbandes und seiner Gesellschaften informieren lassen und eine saubere Übergabe aller erforderlichen Unterlagen vom alten Vorstand sicherstellen.
Aufgrund der laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue und der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen der Awo Müritz und ihrem entlassenen Geschäftsführer Dr. Peter Olijnyk hatte der alte Vorstand bei der Kreisdelegiertenkonferenz gebeten, noch nicht entlastet zu werden. Gleichzeitig wusch Heiner Dittrich in seiner letzten Rede als Schatzmeister die Hände des alten Vorstandes in Unschuld. „Wir haben nicht geschlafen, wir fühlen uns auch nicht als Mitinsassen einer edlen Geschäftsführer-Jacht“, betonte Dittrich. Laut Dittrich sei es zu „zahlreichen Zerwürfnissen, Anspielungen, persönlichen Befindlichkeiten und aufgedeckten Unklarheiten im zurückliegenden Geschäftsablauf sowie gegenseitigen Beschuldigungen geschäftsführender Personen gekommen“. Dittrich weiter: „Am deutlichsten wurde die benötigte Wende in der Geschäftsführung, als bekannt wurde, dass ein neu existierender – mit fragwürdigen Passagen von großer finanzieller Tragweite – ausgestatteter Anstellungsvertrag des Geschäftsführers, Herrn Dr. Olijnyk, aus dem Jahre 2012 nur eine Unterschrift des Kreisvorsitzenden, Herrn Lohmann, aufwies.“ Dagegen hatte Olijnyks Anwalt, Dr. Peter-Michael Diestel, gegenüber dem Nordkurier betont, dass „alle Anstellungsverträge im Vorstand besprochen worden waren und einhellige Zustimmung gefunden hatten“.
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21.11.2016 
Quelle: Nordkurier 

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