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27.02.2014

Bürgermeister begräbt Kriegsbeil mit der Wehr

Der Streit zwischen dem Bürgermeister in Möllenhagen und „seinen“ Kameraden ist beigelegt. Die Retter und Helfer brauchen unbedingt ein neues Löschfahrzeug – und das sollen sie jetzt auch bekommen.

MÖLLENHAGEN. Das Gemeindeoberhaupt atmet tief durch. Heinz-Peter Wenzel, Bürgermeister in Möllenhagen, hat die wohl schwerste Stunde seiner erst jungen Amtszeit hinter sich und den Streit mit der Feuerwehr vorerst beigelegt. Die Fronten waren derart zerrüttet, dass die Wehrführer aus Möllenhagen, Lehsten und Kraase den Gemeindevertretern einen offenen Brief schrieben, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Mangelnde Unterstützung wurde beklagt, dem Bürgermeister Desinteresse vorgeworfen und das Nichteinhalten von Versprechen öffentlich gemacht (der Nordkurier berichtete). 
Eine Gesprächsrunde hat stattgefunden. Nicht ohne prominenten Beistand auf der Seite der Feuerwehr. Die Kameraden hatten, sicher ist sicher, Kreisbrandmeister Norbert Rieger zur Unterstützung herbei gebeten. Auch nach der „Friedensrunde“ ist Bürgermeister Wenzel jedoch der Ansicht, die Vorwürfe, die ihm die Kameraden machten, würden jeder Grundlage entbehren. „Alles, was die Feuerwehr brauchte, hat die Gemeinde bereit gestellt. Und sogar noch mehr.“ Und von wegen mangelndes Interesse. „Zu Feuerwehr-Wettkämpfen bin ich immer hin gefahren.“
Aber das ist alles Geschichte, das Gespräch habe die Gräben zugeschüttet.“ Möllenhagens Wehrführer Gerhard Hellwig mag das bestätigen: „Wir haben die Probleme aus dem Weg geräumt.“ Allerdings wollen die Kameraden jetzt Taten sehen. Oberste Priorität hat für die Wehr dabei die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs.
„Unser W 50 stammt immerhin noch aus dem Jahr 1983. Der hat seine Schuldigkeit getan.“ Ein neues Auto muss her, verlangen die Kameraden. Geht klar, sagt Bürgermeister Wenzel. Zwar sei der Gemeindehaushalt für das Jahr 2014 noch nicht geschrieben und erst recht noch nicht bestätigt, das Geld für die Beschaffung des Tanklöschfahrzeuges werde aber auf alle Fälle berücksichtigt. Keine leichte Aufgabe, denn so ein Gerät kostet rund 250 000 Euro. Ein Drittel davon will das Land Mecklenburg-Vorpommern übernehmen, weiß der Bürgermeister, das zweite Drittel steuere der Landkreis dazu, so die mündliche Zusage des Landrates Heiko Kärger (CDU) gegenüber dem Gemeindeoberhaupt und das verbliebene Drittel muss die Gemeinde blechen.
Keine leichte Aufgabe, „aber wir schaffen das“, verspricht Heinz-Peter Wenzel. Wehrleiter Hellwig wartet ab. Denn die Bestellung müsse bald ausgelöst werden, soll das Fahrzeug im nächsten Jahr auf dem Hof stehen.
„Wir sind gespannt“, so der Feuerwehr-Mann.

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27.02.2014 
Quelle: Nordkurier 

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