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07.01.2017

Banane, Bürgermeister, Bauarbeiten

Kurze Reden mit viel Inhalt und ein humoriges Stück ließen den dreistündigen Jahresempfang in Penzlin wie im Fluge vergehen. Neben Straßensanierungen geht es 2017 auch um barrierefreies Wohnen – Neuland für die Kleinstadt. Und dann hatte der Landrat noch eine Botschaft, die viele aufhorchen ließ.

Penzlin. Wer sich einen Kabarettisten einlädt, dem stehen beim Lachen manchmal Tränen in den Augen. So geschehen beim Jahresempfang der Stadt Penzlin am Donner-stagabend in der Schulmensa. Michael Ruschke aus Rostock kannte sich erstaunlicherweise gut in Punschendörp aus, degradierte in der Figur des Erich Honeckers Bürgermeister Sven Flechner zum Gruppenratsvorsitzenden und schenkte ihm eine Banane. „Bleibt optimistisch, es wird nicht kärger!” gab der Kabarettist den Penzlinern mit auf den Weg.
Das war eine Steilvorlage für Landrat Heiko Kärger, der in Aussicht stellte, dass die viel diskutierte Kreisumlage 2018 um ein Prozent gesenkt werde. Und das meinte er ernst, was auch Bürgermeister Silvio Witt aus Neubrandenburg sowie weitere Gäste des Abends wohlwollend im Kopf abspeicherten.
Ausgehend von vielen negativen Schlagzeilen, die 2016 zum großen Weltgeschehen gehörten, konnte der Penzliner Bürgermeister ein positives Bild für seine Stadt zeichnen. So stehen die begonnene Sanierung des Voß-Hauses und der Ausbau der Bahnhofstraße auf der Habenseite. Zum 25. Burgfest im August wurden weit über 6000 Besucher begrüßt und mit Einnahmen von 800 000 Euro Gewerbesteuern gab es für die Kämmerei erstmals ein erfreuliches Plus zu verzeichnen. „Stimmt die Stadtvertretung dem vorliegenden Haushalt zu, wird es auch 2017 für uns ein besonderes Jahr des Bauens und der Investitionen geben. Insgesamt stehen 20 Maßnahmen an”, sagte Flechner.
Durch Grundstücksveräußerungen und den „sicherlich wenig populären Verkauf des alten Rathauses” stünden der Stadt mehr Eigenmittel zur Verfügung. So sind auf der Vorhabenliste die Planung für den Um- und Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Groß Vielen zu finden, die Gestaltung eines Bolzplatzes in Mallin sowie der Ausbau des Radweges Alter Bahndamm bis zum Bahnhof Marihn. Für die Sanierung der nördlichen Stadtmauer sind 220 000 Euro aufzubringen und die Feuerwehr Marihn soll ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank bekommen.
In der Seniorenwohnanlage mit Freizeittreff in der Großen Straße 1 bis 4 sieht der Bürgermeister eines der wichtigsten Vorhaben für die Stadt. „Attraktives barrierefreies Wohnen ist ein Segment, das in Penzlin bisher nicht ausreichend vorhanden ist. Schon heute gibt es großes Interesse für dieses Projekt in der Bevölkerung”, sagte das Stadtoberhaupt und bezifferte die Baukostensumme auf fast 4 Millionen Euro.
Sorge bereite, dass es in puncto Schulentwicklungsplanung noch kein grünes Licht für den Standort Penzlin gebe. Landrat Heiko Kärger vertröstete während des Neujahrsempfangs bis zu den Winterferien. Er hoffe, dass die Regionale Schule mit Grundschule der Kleinstadt erhalten bleibe.
Im Rahmen der Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement wurden an diesem Abend gleich zwei Neubrandenburger beglückt. Dazu zählte Ortwin Kowalzik vom Hochschulsportverein der Viertorestadt, der 2001 zusammen mit Penzlin und Burg Stargard den Burgenlauf aus der Taufe gehoben hat. Nicht mehr wegzudenken aus Punschendörp ist Gunar Mühle, der seit 1996 zum Burgfest den Narr an der Tafel von Graf Gerhard spielt und Mitglied im Förderverein Alte Burg ist. Hauptbrandmeister Torsten Mantei, Ortswehrführer in Marihn, wurde für sein Engagement beim Aufbau der Jugendfeuerwehr und einer Brandschutzgruppe gedankt. Die Keramik-Schnecke für Aktionen der Cittaslow-Bewegung nahmen Christian Kowal und Ronny Böttcher für den Penzliner Sportverein in Empfang, in dem es 204 aktive Mitglieder gibt.
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m.jacobs@nordkurier.de

07.01.2017 
Quelle: Nordkurier 

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