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28.09.2017

Bauarbeiter gehen bei Schliemann ein und aus

Nur noch wenige Tage sind die Türen im Schliemann-Museum für die Besucher geöffnet. Ab 16. Oktober übernehmen Handwerker die Regie im historischen Gebäude. Sie installieren nicht nur ein modernes Heizungssystem.

Ankershagen. In Ankershagen wird improvisiert. So befindet sich der Kassenbereich momentan im Foyer des Heinrich-Schliemann-Museums. Eine ungewöhnliche Situation für die Mitarbeiterinnen Rita Günther und Beate Nötzel. Doch im Nachbargebäude, in dem es sonst die Eintrittskarten gibt, arbeiten seit Mitte September die Handwerker.
Die Mannen einer Neubrandenburger Firma installieren eine neue Heizung. Zuvor mussten Versorgungsleitungen verlegt werden und das Vortragshaus mit Reetdach bekam einen Schornstein. Natürlich musste dafür auch ein Fachmann aufs Dach. „Das Museum verfügte bisher nur über Nachtspeicheröfen. Damit waren wir nicht sonderlich flexibel. Meldete sich eine Besuchergruppe kurzfristig an, ging die Führung mitunter durch kühle Räume”, sagt Undine Haase, die mit Septemberbeginn die Leitung des Museums übernommen hat.
Sind die modernen Anlagen im Nebengebäude eingebaut, rücken die Handwerker im historischen Pfarrhaus an. Denn auch hier wird ein neues Heizungssystem installiert. Für die Rohrleitungen müssen die Lehmputzwände durchbohrt werden, was vielleicht für einige Überraschungen sorgen wird.
„Das Museum hat noch bis zum 8. Oktober geöffnet. Danach wird sozusagen Baufreiheit geschaffen. Dazu gehört auch, alle Vitrinen leer zu räumen. Der offizielle Baustart erfolgt am 16. Oktober. Die Einrichtung bleibt dann bis Ende des Jahres geschlossen”, blickt Undine Haase voraus. Denn haben die Heizungsbauer ihre Arbeit erledigt, müssen die Maler anrücken. Die Schreibtische der Mitarbeiter werden in dieser Zeit im Vortragshaus untergebracht.
Starten werde man dann in die Saison 2018 noch mit der alten Dauerausstellung zum Leben und Wirken von Heinrich Schliemann (1822-1890), die seit 1998 in Ankershagen gezeigt wird. Im Herbst nächsten Jahres beginnt dann voraussichtlich der Aufbau der neuen Exposition.
Laut Undine Haase werden die Kosten für die neue Schau, für Umbauten und Heizung von Bund, Land und Kreis getragen. Das seien über 491 000 Euro. Und noch eine gute Nachricht: Die Sonntagsvorträge finden Fortsetzung – und zwar zunächst am 5. November mit einem Beitrag von Wilfried Bölke.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

28.09.2017 
Quelle: Nordkurier 

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