Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
29.04.2016

Bauliste: Penzlin setzt Prioritäten

Die Penzliner haben viel vor, um ihr Punschendörp zu verschönern – aber wenig Geld. Eine neue Liste der Penzliner Verwaltung soll daher den Baggern den Weg weisen. In welchem Zeitraum die Liste beackert werden kann, hängt von den Finanzen der Stadt ab. Doch eins ist schon jetzt klar: Sie braucht einen langen Atem.

Penzlin. Hätte die Stadt Penzlin nebenbei mal so 17 Millionen Euro angespart, könnte sie ein Projekt nach dem anderen abarbeiten. Verwaltung und Einwohner wären glücklich. Doch das bleibt ein Traum. Angesichts der Haushaltslage hält sich die Stadt mal gerade so über Wasser. Dennoch hat sie die Zukunft im Blick. So legte die Verwaltung dem Stadtentwicklungsausschuss eine Liste vor, mit der Prioritäten im Baugeschehen abgesteckt werden sollen. Und das bis 2020.
Einen festen Platz für 2016 haben dabei der Umbau des Voß-Hauses am Markt, die Sanierung der Bahnhofstraße sowie die Fassadendämmung an einem Wohnblock in Groß Flotow. Hier liegen die Baupläne vor und die Finanzierung ist gesichert. Mit gut einer halben Million Euro steht außerdem die Gestaltung der Außenanlagen an der Burg für dieses Jahr im Plan. Dabei geht es auch um die Sanierung der denkmalgeschützten Stadtmauer an der Nordseite, um die Hangsicherung für den Bau des Belvederes sowie die Brücke, die später nach historischem Vorbild Alte und Neue Burg verbinden soll.
Wie Bürgermeister Sven Flechner sagte, liegen für dieses Projekt Spenden von 65 000 Euro vor, die den Eigenanteil der Stadt abfedern könnten. „Generell müssen wir uns aber um Förderungen bemühen, da Penzlin keine Städtebaumittel mehr vom Land erhält“, gab er Stadtvertreter Hubertus Hoch zu verstehen, der die Investitionssumme für den Burgbereich als zu hoch bewertete. Peter Handsche, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, wies darauf hin, dass Termine und Kosten für die Bauvorhaben auf dieser Liste nur auf reinen Schätzungen basieren. Schließlich gehe es um eine Übersicht, die zeigt, welche Maßnahme zu welchem Zeitpunkt angepackt werden soll. „Prioritäten können sich immer ändern, auch die Fördermöglichkeiten. Da ist es gut, eine Auswahl an Projekten parat zu haben“, fügte der Bürgermeister hinzu.
Mit den aus 2014 verbliebenen Städtebaufördermitteln soll 2017 der zweite Abschnitt der Turmstraße einschließlich Kleiner und Bornstraße erneuert werden. Mit dem Anbau einer Fahrzeughalle am Gemeindehaus soll die Freiwillige Feuerwehr Groß Vielen endlich ein neues Domizil bekommen, das auch über Sanitäranlagen verfügt. Der Umzug aus der ausgebauten Schmiede ist für nächstes Jahr geplant.
Geschehen müsse auch etwas mit der Brücke Aver Weg in Richtung Groß Lukow, die aufgrund ihres Bauzustandes für größere Fahrzeuge nicht mehr geeignet ist. Zusammen mit Straßenbau und geplantem Radweg nach Marihn könnten hier Kosten von weit über einer Million Euro auf die Kommune zukommen. Nicht vor 2020 steht die Sanierung des einstigen Marstalls im Bereich der Neuen Burg an. Kostenpunkt 1,8 Millionen Euro. Genutzt werden soll das Haus als weiterer Bereich für das Burgmuseum.
Mit Seniorenwohnhaus in der Großen Straße 4, Radwegebau in der Ortslage Alt Rehse, Hafenausbau in Wustrow und dem Pflanzen einer Wildrosenhecke in Marihn gibt es weitere Vorhaben, die die Entwicklung Penzlins beflügeln können. Doch das geht eben immer nur Schritt für Schritt in Abhängigkeit von einer gut gefüllten Stadtkasse.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

29.04.2016 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de