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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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23.05.2017

Bei diesen Platten gibt’s einen Platten

Schöner wohnen in Penzlin – dazu gehört auch eine ordentliche Straße vor der Tür. Die haben die Bewohner am „Wiesengrund” allerdings nicht. Dafür haben sie eine ausgefahrene Piste – und diese wirklich satt.

Penzlin. Unmittelbar hinter dem Ortseingang Penzlins aus Richtung Neustrelitz kommend zweigt eine erste Straße in den „Wiesengrund” ab. Der Name ist treffend, geht es doch hinter dem letzten Wohngrundstück zu Acker- und Grünlandflächen, zur Gartenanlage und zum Hundeplatz. Der Ausblick erstreckt sich auf weidende Tiere und auf die St. Marienkirche. Dass Punschendörp einst ein Ackerbürgerstädtchen war — das erschließt sich irgendwie an dieser Stelle.
In so einem schönen Umfeld zu wohnen, darum beneiden wohl einige Bürger die Häuschenbesitzer vom „Wiesengrund”. Doch hier zeigt sich die Stimmung etwas getrübt. Denn mit Beschaulichkeit und Ruhe ist es längst vorbei. „Im Januar dieses Jahres wandten sich Anwohner an die Stadtverwaltung und stellten einen Antrag auf Erneuerung ihrer Anliegerstraße”, sagt Bürgermeister Sven Flechner. Großflächige Betonplatten machen auf einer Länge von 120 Metern die Befestigung dieser Durchfahrt aus. Nach jahrelanger Nutzung sind diese in schlechtem Zustand und brauchen eine Reparatur. „Vor allem Autos, die mit hoher Geschwindigkeit über den Belag donnern, machen Lärm. Außerdem fahren schwere Landwirtschaftsfahrzeuge die Straße immer weiter kaputt”, gibt der Bürgermeister Argumente der Anwohner vom „Wiesengrund” wieder. Darum fordern diese den Ausbau der Straße in eine verkehrsberuhigte, parkplatz- und kinderfreundliche Wohnzone sowie die Umleitung des landwirtschaftlichen Verkehrs über den Scheunenweg.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung nahm sich dieses Problems an. Erste Schätzungen für den Straßenausbau brachten Kosten von 132 000 Euro auf den Tisch. Daran müssten sich die Anlieger mit Ausbaubeiträgen von 50 000 Euro beteiligen, die Kommune hätte einen Eigenanteil von 82 000 Euro zu leisten. Mehrheitlich entschieden die Ausschussmitglieder, dieses Vorhaben in die mittelfristige Planung der Stadt aufzunehmen.
Knackpunkt dafür sind die nötigen Haushaltsmittel sowie die noch ausstehenden Planungen. Dabei sollten die Belange der Bürger berücksichtigt werden. Eine Asphaltdecke würde den Verkehrslärm wesentlich mindern, die Fahrgeschwindigkeiten seien entsprechend anzupassen, so die Empfehlung der Ausschussmitglieder.
Das Oberflächenwasser über Straßeneinläufe zu sammeln und zentral abzuführen, stellt einen weiteren Schwerpunkt bei dieser zukünftigen Baumaßnahme dar. „Das Umleiten des landwirtschaftlichen Verkehrs erscheint aus Sicht der Stadtverwaltung aufgrund der beengten Verhältnisse sowie der langen Wegestrecke als unzweckmäßig und sollte darum nicht weiter verfolgt werden”, stellt Sven Flechner klar.
Während die Stadt bei der Sanierung ihrer Hauptdurchfahrtsstraßen in den letzten Jahren dank Fördermitteln gut vorangekommen ist, gibt es Nachholebedarf auf kleineren Wegstrecken wie am Döring oder Am Hang.
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m.jacobs@norkurier.de

23.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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