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24.07.2013

Bei ihr geht jeder gerne baden

Wenige Meter und viele Stunden Arbeit trennen Monika Ebert täglich vom kühlen Nass. Die Kiosk-Betreiberin hat in diesen Tagen kaum Zeit zum Durchatmen. Trotzdem liebt sie ihren Job.
Von Carsten Schönebeck

Penzlin. Pommes und Eis, das seien die Renner, sagt Monika Ebert. Vielleicht nicht besonders gesund, aber schließlich ist nur einmal im Jahr Sommer. Und wer an ihrem Kiosk sündigt, den kann die Kalorien gleich gegenüber wieder abplanschen.
Das weiße Häuschen am Penzliner Stadtsee dient Monika Ebert seit 25 Jahren als Arbeitsstelle. Und da lässt es sich bei brütender Hitze aushalten. „Jedenfalls tagsüber“, ergänzt sie. Denn wenn die Sonne sich senkt, hat sich auch der Kiosk aufgeheizt. Dann weiß sie, dass es Zeit für den Feierabend wäre. Doch wann sie nach Hause geht, das bestimmen die Gäste an der Badestelle. „Wenn abends um acht noch was los ist, dann bin ich auch hier.“ Schließlich muss sie in den Sommermonaten das Geld für das ganze Jahr verdienen. Da macht es ihr nichts aus auch mal 12 Stunden und mehr hinter ihrem Tresen zu sitzen und das sieben Tage die Woche. Manchmal fragt sie sich selbst, wie sie das alles schafft. Schließlich feiere sie bald ihren 60. Geburtstag.
Die Arbeit lässt ihr wenig Zeit darüber nachzudenken. Doch gerade im Sommer mache das besonders viel Spaß. Dann, wenn es richtig voll wird an der Badestelle. Wenn das Wasser spritzt und die Kinder jauchzen. Wenn bunte Handtücher, Sonnenschirme und Schwimmtiere den Sand bevölkern. „Bis jetzt ist das ja wirklich ein super Sommer, vor allem für die Kinder ist das toll“, sagt sie. Und bei so viel Sonnenschein gibt es nur wenige Stunden, an denen die Badestelle nicht genutzt wird. „Vormittags sind die Kita-Gruppen hier und ab Mittag wird es dann richtig voll“, berichtet sie. Einheimische und Touristen, auch aus den umliegenden Dörfern locke es an den Stadtsee.
Der Großteil der Badenden kennt die blonde Frau, die für Erfrischung und Stärkung sorgt. Und sie kennt ihre Besucher, hat viele Stammgäste. Familien mit Kindern aber auch Senioren, die hier baden oder spazieren gehen. „Dann heißt es immer Moni hier und Moni da“, sagt die Kiosk-Betreiberin und lacht. „Wenn hier jemand Neues herkommt, dann bin ich auch neugierig und frage nach“, sagt sie. Manch spannendes Gespräch hat sich da schon ergeben. So wie neulich mit einem Ehepaar aus Irland. Da wird der Kiosk schon mal zur Touristen-Info und Monika Ebert zur Fremdenführerin. „Die Leute freuen sich doch, wenn jemand ihnen ein paar Tipps gibt“, sagt sie.
So macht die Arbeit auch bei Hitze Spaß. Schließlich herrscht ringsum gute Laune. Und wenn dann doch mal wenig los ist, vielleicht zur Mittagszeit oder spät am Abend dann gönnt sich die Kiosk-Besitzerin auch mal ein kühles Bad im See. Einen Badeanzug habe sie jedenfalls immer im Kiosk liegen, verrät sie. Von ihr aus kann es also ruhig so warm bleiben. „Zeit zum Erholen habe ich im Winter“, sagt sie.

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c.schoenebeck@nordkurier.de
24.07.2013 
Quelle: Nordkurier 

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