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14.03.2013

Beleuchtung: Düstere Aussichten für Dorfstraßen

Die erste Hürde ist genommen. Der zuständige Ausschuss hat dem neuen Beleuchtungskonzept für Penzlin zugestimmt. Doch damit dürfte der Streit nicht zu Ende sein.
Von unserem Redaktionsmitglied
Carsten Schönebeck

Penzlin. Die große Erleuchtung blieb aus. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hatte am Dienstag nur wenige Änderungswünsche am neuen Beleuchtungskonzept für Penzlin. Die allerdings hatten es in sich. Denn in Zukunft soll in den Ortsteilen das Gros der Laternen bereits um 22 Uhr ausgehen. Die Verwaltung hatte sich für 23 Uhr stark gemacht. Die späte „Sperrstunde“ bleibt jetzt dem Stadtgebiet Penzlins vorbehalten.
Außerdem soll der Ortsteil Wustrow besser ausgeleuchtet werden als geplant. Ortsteilvertreter Bernd Schwipper hatte beklagt, die Straßenführung sei nachts besonders für Rettungskräfte ein Problem. Statt einer, sollen jetzt drei Lampen die Nacht hindurch brennen.
Damit torpedierten die Ausschussmitglieder eine wesentliche Grundlage des Konzeptes. „Das Ziel war, dass die einzelnen Ortsteile gleich behandelt werden“, so Monique Kerschefski vom Bauamt. Durch das Konzept soll vor allem der städtische Haushalt entlastet werden. Jedes Jahr um 12 000 Euro. Die Umstellung kostet einmalig etwa die gleiche Summe.
Nur besondere Gefahrenpunkte sollen künftig die ganze Nacht lang erhellt sein. „Die Stadt ist nicht verpflichtet jede Kreuzung die ganze Nacht lang auszuleuchten“, so Kerschefski. Autos hätten Scheinwerfer, Fußgänger zur Not eine Taschenlampe.
Ganz so sahen es die Ausschussmitglieder und Ortsteilvertreter nicht. „Wir nehmen damit ein Stück Lebensqualität und erschweren den Winterdienst“, mahnte Stadtvertreter Torsten Splettstösser (WPL). Marihns Ortsteilvertreter Jens Kamin plädierte für individuelle Lösungen. „Warum sollen wir Straßen bis 23 Uhr beleuchten, wenn dort niemand unterwegs ist“, fragte er. Wichtiger sei die Möglichkeit bei Gemeindefeiern durchgängig zu beleuchten. Das Konzept berücksichtige auch nicht, dass unterschiedliche Laternen unterschiedlich hell leuchten.
Bauamtsleiter Sven Rose betonte dagegen, das Konzept sei mit Augenmaß erstellt worden. Außerdem habe man den Einwohnern über Monate die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern. Den Vorschlag aus Wustrow habe man abgelehnt, um niemanden zu bevorzugen.
Doch eine Grundsatzdiskussion wollte kaum jemand führen. „Da werden wir nie eine Lösung finden, mit der alle zufrieden sind“, so der Ausschussvorsitzende Peter Handsche. Das letzte Wort hat jetzt die Stadtvertretung.

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c.schoenebeck@nordkurier.de
14.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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