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03.01.2018

Belohnung für Hinweise auf Täter verdoppelt

Einen Riesenschaden verursachten die Täter, die mutwillig allein am Radweg der Stadt Penzlin 69 Neuanpflanzungen köpften. Der Schaden geht in die Zehntausende. Die Polizei ermittelt. Eine Fraktion der Stadtvertretung hat die ausgesetzte Belohnung erhöht.

Penzlin/Mallin. Mit der Säge rücken Forstleute derzeit einigen der grünen Riesen auf dem Penzliner Beyer-Platz zu Leibe. Aus Verkehrssicherungsgründen müssen hier Linden gefällt werden. Bei einigen Bäumen reicht es auch, nur die Kronen auszulichten. Das geschieht hier in dieser Grünanlage der Stadt nach einem vorgegebenen Plan.
Dass scharfe Kanten einer Säge aber junge Bäume stutzen, das hat nichts mit Baumpflege zu tun. Hier geht es nur um Zerstörungswut. Geschehen an der Gemeindestraße zwischen Mallin und Passentin sowie am Radweg zwischen Mallin und Penzlin (Der Nordkurier berichtete).
So wurden an den Weihnachtsfeiertagen acht Bäume an der Straße mutwillig geköpft. Am Radweg machten sich die Täter sogar an 69 Bäumen zu schaffen. Diese wachsen hier erst seit 2014. Die Stadt Penzlin hat Anzeige bei der Polizei erstattet und bittet die Bürger um Mithilfe. Für Hinweise, die zum Ergreifen des Täters führen, setzte sie 500 Euro Belohnung aus.
Ein erstes Echo gab es bereits. „Dirk Lindemann teilte mir telefonisch mit, dass die Wählergemeinschaft Penzliner Land für die Aufklärung ebenfalls 500 Euro zur Verfügung stellt”, war von Bürgermeister Sven Flechner zu erfahren. Er geht von einem Gesamtschaden von mehr als 50 000 Euro aus. Sowohl Neuanpflanzungen als auch Bestandsbäume wurden in einer Höhe von 80 Zentimetern bis zu einem Meter abgesägt. „Es ist so sinnlos. Wer wollte da wem schaden?” zeigt sich der Verwaltungschef noch immer sehr verärgert. Mit 30 000 Euro sei das Geld für die Baumpflege jährlich im Haushalt sehr knapp bemessen. Es werde vor allem für Sicherungspflichten ausgegeben. Junge Bäume würden noch nicht in die Bestandspflege aufgenommen.


Frustriert angesichts der Zerstörungswut

Für die abgesägten Bäume komme auch keine Versicherung auf, so dass die Kommune allein mit dem Riesenschaden zurecht kommen müsse. Bereits im November des vorigen Jahres waren eine Esche und zehn junge Winterlinden an der Straße zwischen Mallin und Passentin Opfer von Vandalismus geworden. „Von den jetzt acht abgesägten Bäumen waren erst einige im Herbst in den Boden gekommen. Sie wurden speziell für die Allee herangezogen”, zeigt sich Robert Ernst, Ortsvorsteher von Mallin, frustriert angesichts der Zerstörungswut einiger Mitmenschen. Erst im Sommer war die neue Verbindungsstraße zwischen Mallin und Passentin frei gegeben worden.
Betroffen sind auch viele Penzliner. Trägt dieser Baumfrevel doch dazu bei, ein Stück Errungenes wieder zunichte zu machen. Denn schließlich sollen die Bäume erholungssuchenden Radfahrern beispielsweise zur Sommerzeit Schatten an der Piste spenden. In diesem Bereich hatten Langfinger sich auch schon mal an den Gehwegplatten an einem der Unterstände bedient. Damals konnten laut Sven Flechner Jugendliche als Täter ausgemacht werden.
Wie Kathrin Jähner von der Polizeiinspektion Neubrandenburg mitteilte, laufen die Ermittlungen im Fall der abgesägten Bäume noch gegen Unbekannt. Auch sie hofft, dass Bürger eventuell Hinweise geben können. Diese nehmen die Polizei und auch das Ordnungsamt Penzlin entgegen.

03.01.2018 
Quelle: Nordkurier 

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