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10.06.2016

Berlin? Für sie lieber Penzlin

Der Hauptstadt den Rücken zu kehren, darüber musste Franka Colberg nicht lange nachdenken. Hatte die Neubrandenburgerin doch mächtig Heimweh. Nun hat es auch mit dem Job geklappt. Und zwar in Penzlin. Ihren neuen Chef muss sie mitunter wie ein Terrier verteidigen.

Penzlin. „Sie sind also die Neue!“ An diesen Ausspruch hat sich Franka Colberg längst gewöhnt – und sie muss wohl noch eine Weile damit leben. Bis man sie kennt. Seit Monatsbeginn ist die junge Frau im Vorzimmer von Bürgermeister Sven Flechner anzutreffen, übernimmt als ausgebildete Bürokauffrau die klassischen Arbeiten im Sekretariat der Stadtverwaltung Penzlin. Sich in die einzelnen Sachgebiete einzuarbeiten, dafür braucht die 26-jährige Neubrandenburgerin noch Zeit. Und bekommt sie auch.
„Aus Krankheitsgründen mussten wir die Stelle neu ausschreiben. Denn die Vertretung sorgte für Doppelbelastung bei den Kollegen. Insgesamt gab es 36 Bewerbungen“, berichtet der Bürgermeister. Diese kamen aus dem Umland, aus Penzlin selbst und eben aus Berlin. In einem Auswahlverfahren wurde die geeignete Kandidatin gefunden. Den Zuschlag erhielt Franka Colberg, die mit ihrer Familie in der Hauptstadt wohnte. „Mein Mann arbeitet als Notfallsanitäter bei der Bundeswehr, darum zogen wir vor drei Jahren von Neubrandenburg in die Hauptstadt. Ich hatte immer Heimweh und wollte wieder nach Hause“ erzählt sie.
Ihre Mutter in Woggersin entdeckte schließlich die Stellenausschreibung der Stadt Penzlin im Nordkurier und ließ sie der Tochter zukommen. „Ich habe mich beworben und es hat geklappt“, freut sich die Viertorestädterin. Ihr Mann Robert bleibt als Zeitsoldat noch in Berlin und sie bezieht mit dem zweijährigen Sohn Enno nächste Woche ihre neue Wohnung in der Südstadt Neubrandenburgs. „Wir haben das alles in der Familie geklärt. Da mein Mann im Schichtdienst tätig ist, kann er immer mehrere Tage bei uns sein. Demnächst geht es für ihn mit der Truppe ohnehin in den Kosovo“, sieht Franka Colberg die neue Situation ganz gelassen.
Mit ihrer dynamischen Art und den bisherige Berufserfahrungen konnte sie in Penzlin während des Vorstellungsgespräches punkten. Bürgermeister und Mitarbeiter der Verwaltung helfen bei der Einarbeitung ins neue Metier. „Das ist hier die Stelle, wo entschieden wird, wer wann an mich herankommt“, umschreibt Sven Flechner etwas verschmitzt den Posten im Sekretariat. Und wer hier arbeitet, der müsse mitunter wie ein Terrier reagieren. Dass Franka Colberg couragiert sein kann, hat sie schon bewiesen. Mit der Amtsausschuss-Sitzung am 16. Juni steht für die Mitarbeiterin eine Premiere an, denn sie muss im Sitzungsdienst den Verlauf der Besprechung protokollieren.
Das traditionelle Burgfest im August – auch das wird die neue Mitarbeiterin der Stadt kennen lernen. Ein historisches Gewand findet sich im Fundus des Fördervereins Alte Burg allemal. Ob die „Chefsekretärin“ irgendwann auch als Verwaltungsmitarbeiterin in der Amtsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr zu Einsätzen rausfährt, das bleibt eine Frage. War aber auch keine Voraussetzung für die ausgeschriebene Stelle, so der Bürgermeister.
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m.jacobs@nordkurier.de

10.06.2016 
Quelle: Nordkurier 

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