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15.10.2015

Biber aufgepasst: Aus Otterndorf kommt Konkurrenz

Seeotter verirren sich nicht in den Penzliner Stadtsee, leben sie doch im Meer. Und doch soll einer von ihnen in der Kleinstadt auf den Sockel gehoben werden. Die Frage ist nur wo und was kostet das?

Penzlin. Biber hat Penzlin an den Gewässern im Amtsbereich reichlich. Jetzt soll auch noch ein Otter dazu gekommen. Gut, kein lebendiger. Sondern einer aus Beton oder Bronze, der auf einem Sockel thronen wird.
Das Wappentier von Otterndorf soll künftig als Skulptur an die 25-jährige Städtepartnerschaft zwischen Penzlin und dem Nordseebad in Niedersachsen erinnern. „Anlässlich des Partnerschaftsjubiläums ließen uns die Otterndorfer als Geschenk eine Spende von 500 Euro zukommen. Damit könnten wir bereits den Sockel für die Skulptur bezahlen“, gab Bürgermeister Sven Flechner in der Sitzung des Kultur-, Sozial- und Schulausschusses bekannt.
Erste Gespräche gab es mit dem Bildhauer Günter Kaden aus Wendischhagen, der für Penzlin bereits den Hexenbrunnen an der neu gestalteten Großen Straße fertigte. Er könnte den Otter mit etwa 70 Zentimeter Höhe sowohl in Beton als auch in Bronze oder Naturstein fertigen. Die Kosten würden sich dabei zwischen 4800 und 8000 Euro belaufen. Neben Fragen zur Finanzierung sei nach Meinung des Bürgermeisters auch schon zu klären, wo dieses Kunstwerk seinen Platz bekommen sollte. „In Wassernähe also im Bereich des Stadtsees wäre eine Option“, so der Verwaltungschef.
Elke Haker, die als Abgeordnete in der Stadtvertretung sitzt, könnte sich den Otter gut im Garten des künftigen Voß-Hauses am Markt vorstellen. Schließlich wird es mal Anlaufpunkt für Touristen sein, die so einen Hinweis auf die Partnerstadt erhalten. Das würde jedoch bedeuten, das Voß-Denkmal weiterhin auf dem Kirchenvorplatz zu belassen. „Es ist dort viel besser aufgehoben, weil der Dichter von dort auf das ehemalige Rektorhaus schaut“, gab Ausschussvorsitzende Dagmar Kaselitz zu bedenken. Die Skulptur an der Amtsverwaltung aufzustellen, dieser Vorschlag wurde gleich abgelehnt. Und auch an der Alten Burg im Reigen der von Walther Preik gefertigten Hexenverwandlungstiere hätte der Otter nichts zu suchen. Nur zum Burgfest im August dieses Jahres hieß es „Hexe grüßt Otter!“ Anlass war das Partnerstadtjubiläum.

15.10.2015 
Quelle: Nordkurier 

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