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26.01.2017

Bibliothek raus, Senioren rein

Pläne reifen für das alte Wohn- und Geschäftshaus in der Großen Straße 4. Hier sollen sich bald Senioren wohlfühlen und in einem Anbau altersgerechten Wohnraum beziehen. Die Stadt plant Millionen für das Bauvorhaben ein. Über die Parkplätze muss aber noch mal nachgedacht werden.

Penzlin. Eine neue Perspektive eröffnet sich für das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus in der Großen Straße 4 in der Penzliner Innenstadt. Nach dem Auszug von Stadtbibliothek und Touristinformation, die voraussichtlich zum Ende des Jahres ein neues Domizil im Voß-Haus am Markt erhalten werden, wird es wohl nicht lange leer stehen. Denn hier soll eine Seniorenwohnanlage entstehen.
Wie Bürgermeister Sven Flechner im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend informierte, liegen dafür schon konkrete Pläne vor. In einem Auswahlverfahren hatte die Stadt versucht, — ähnlich wie beim Neubau der Grundschule —, einen Wettbewerb unter Planungsbüros zu initiieren. Drei Bewerbungen lagen vor, letztlich entschied sich aber nur ein Unternehmen aus Greifswald, für die Umprofilierung des aus den 50er Jahren stammenden Hauses ein Konzept zu erarbeiten. Es fand inzwischen viel Anerkennung, so dass Planung und Durchführung mit besagter Firma vereinbart wurden.
Vorgesehen ist die umfangreiche Sanierung des alten Gebäudes, in dem aber die Arztpraxis bleiben soll. Zudem gibt es Platz für eine Begegnungsstätte, die auch von Vereinen genutzt werden könnte. Ideen für die neue Nutzung des Hauses brachten auch Kirchengemeinde, Arbeitslosentreff und die Ruhestandsbeamten ein.
Mit einem Anbau sollen zudem 20 bis 25 altersgerechte, möglichst barrierefreie Wohnungen geschaffen werden mit einer Größe von 55 bis 60 Quadratmetern. „Der Bedarf ist da in Penzlin, was ich immer wieder an den vielen Anfragen merke”, sagte Sven Flechner. Zudem sei das Haus in der Großen Straße geradezu prädestiniert für den altersgerechten Umbau. Der Solitärbau steht an der Hauptstraße, ist nicht denkmalgeschützt und für den Anbau kann eine städtische Grünfläche genutzt werden. Tritt die Stadt derzeit als Vorhabenträger auf, soll später die kommunale Wohnungseigentumsgesellschaft das Zepter übernehmen.
Bereits vor fünf Jahren war der Neubau eines Seniorenwohnhauses neben der Großen Straße 4 Thema gewesen. Damals fanden sich aber keine Förderer. „Wir wollen in diesem Jahr die Planung weiter voran bringen und die Finanzierung klären. Dabei gehen wir von 3,7 bis 4 Millionen Euro aus”, informierte der Bürgermeister auf der Ausschusssitzung.
Diskussionsbedarf gibt es noch zu den Parkplätzen für die Seniorenwohnanlage. 40 Stellplätze würden die Kommune an die 114 000 Euro kosten, ein Parkdeck mit 41 Plätzen kostet 615 000 Euro und eine Tiefgarage mit Platz für 32 Autos wäre mit 531 000 Euro zu haben. Eventuell wäre dafür ein zweiter Bauabschnitt mit eigenem Kostenrahmen zu planen, so der Verwaltungschef.
Nicht umhin käme die Kommune, ein Baugrundgutachten für den Bereich des Anbaus in Auftrag zu geben. Gehörte dieses Areal doch einst zum Brandplatz in Penzlin, ein Relikt aus dem zweiten Weltkrieg.
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m.jacobs@nordkuier.de

26.01.2017 
Quelle: Nordkurier 

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