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21.08.2017

Burg-Adel verpflichtet – auch bei Regen

Da blieb kein Auge trocken – und diesmal auch etliche Füße nicht. Beim Burgfest in Penzlin gab es zu lachen und zu trocknen. Und vor allem einen neuen Grafen samt seiner Liebsten. Zwischen Mittelalter und Moderne lag die Welt der Gäste auf dem Burg-Areal.

Penzlin. So vielfältig das Programm auf dem Burgfest war, genauso wechselhaft war auch das Wetter über Punschendörp. So wurden die Besucher des 26. Penzliner Burgfestes am Freitag nicht nur von Bürgermeister Sven Flechner, sondern auch von einer fetten Regenfront begrüßt. Dicke Tropfen tränkten die Burgwiese und durchnässten die historischen Gewänder. Doch mit interaktiven Theaterstücken und Musik schafften es die Penzliner, die Regenwolken zu vertreiben. Wenn auch nur für kurze Zeit.
Diesen Augenblick nutzten Ritter, Burgadel, Mägde sowie Gesinde und verfolgten The Beez International Music Cabaret, die mit Folk, Pop, Rock, Fun, Kult, Bluegrass und Ethno für gute Stimmung sorgten. Kurz nach 21 Uhr schritt die heimische Feuerwehr zur Tat. Aber nicht um zu löschen – das Burgfeuer sollte entfacht werden. Mit Geduld und Hausmittelchen brannte schließlich auch das nasse Holz und versprühte wohlige Wärme. Wenige Minuten später gesellte sich wieder Regen zur Musik von Black Magic Fools, die dennoch ihren Mittelalterfolkrock präsentierten.
Am Sonnabend dann endlich bestes Wetter. Unter dem Motto „Burggraf sucht Frau“ startete das Spiel an der Rittertafel. Aus der Feder des abgedankten Grafen Gerhard, alias Gerhard Kresin, der seinen Amtsschemel im vergangenen Jahr räumte, stammt die jüngste Inszenierung mit viel Liebe zum Detail, Witz und Zweideutigkeiten. Fünf liebreizende Maiden präsentierte ein Vermittler zur Auswahl. Gräfin Katharina, Komtess Gina, die blutjunge Komtess Rita, Prinzessin Alexandra und Gräfin Gerlind buhlten um das Herz des neuen Burggrafen.
Eine nach der anderen musste die Runde verlassen. Sei es die fehlende Kusstechnik bei der einen oder das gewisse Etwas zu viel bei dem anderen Bewerber. Denn Prinzessin Alexandra entpuppte sich im Verlauf des Stückes als männlicher Kandidat. Als nur noch zwei Frauen übrig waren, entschied ein Gentest die Wahl. „Komtess Rita ist eine Blutsverwandte des Grafen“, so das Untersuchungsergebnis des Schnelltestes.
Ein Übermittlungsfehler kostete schließlich, zum Entsetzen der Zuschauer, dem Hofnarren den Job und so bleibt abzuwarten, was sich noch alles auf der Burg zu Penzlin ändern wird. Denn Burggraf Ronald alias Ronny Böttcher verkündete „Frischen Wind und einige Neuerungen“. Was Bestand behielt, war das Spektakel zum Gerichtstag, an dem die Stadt Neubrandenburg ordentlich ihr Fett weg bekam.
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21.08.2017 
Quelle: Nordkurier 

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