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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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13.10.2015

Da hat wohl wer gehext: Türen auf fürs Extra-Geld

Auf eine ganz spezielle Nachricht wird in Penzlin gewartet. Der Kultusminister signalisierte, dass doch noch eine Förderung des Museumsprojektes „Hexenkessel“ möglich wird. Nun hoffen alle auf den Bescheid, damit es bald ein großes Donnerwetter gibt.

Penzlin. „Es ist was ganz Besonderes, was wir für das Burgmuseum planen. Darum stecken wir so zusagen schon in den Startlöchern und warten auf das notwendige Signal“, sagt Dagmar Kaselitz. Die SPD-Landtagsabgeordnete hatte sich im Auftrag der Stadt Penzlin an Minister Mathias Brodkorb gewandt und ihm anschaulich vom geplanten Spielzimmer erzählt. Es soll die museumspädagogische Arbeit fördern und mehr kleine Besucher in die Ritterburg locken.
Das Ministerium hatte dem Förderantrag über 8000 Euro zunächst eine Absage erteilt. Und das mit der Begründung, „dass die Haushaltsplanung im Bereich Kultur für 2015 keine weiteren Spielräume mehr zuließe.“ Während einer Klausurtagung in Pasewalk ließ er Dagmar Kaselitz wissen, dass er für das Museum nun doch noch Geld locker machen könne. Schließlich handele es sich um ein außergewöhnliches Vorhaben.
So kommt der alte Kupferkessel aus der einstigen Penzliner Kautabakfabrik Priemdies bald zu neuen Ehren. Dieser soll nicht mehr mit Wasser befüllt werden, sondern wird mit einem Computer bestückt. Über den Bildschirm kann das Brodeln und Rauschen nachgestaltet werden, das Hexen beim Zusammenbrauen von Gewittern veranstalten. Der alte magische Kessel wird mit neuen technischen Möglichkeiten zum Dampfen gebracht. „Eine multimediale Benutzerfläche ermöglicht den Nutzern den Zugang zu vielen Informationen und diese betreffen nicht nur die Penzliner Burg“, sagt Museumsleiterin Professorin Andrea Rudolph. Eignen werde sich der Kessel auch für Projekte im außerschulischen Bereich.
Die Stadt erhofft sich fürs Museum einen Besucherzuwachs. Kamen noch vor einigen Jahren an die 30 000 Gäste in das denkmalgeschützte Gemäuer, so sind es aktuell nur noch etwa 23 000. Rittersaal, Hexenverliese und Folterkeller kommen gut an bei Kindern, langweilig werden für sie aber die mit vielen Texten versehenen Tafeln zur Hexenverfolgung im Obergeschoss. Mit einem eigenen Reich für die Lütten soll Abhilfe geschaffen werden.
Nach Schätzungen der Stadt sind etwa 24 000 Euro für das Einrichten des magischen Raumes nötig, der im Bereich des oberen Rauchfangmantels der Burg seinen Platz bekommen soll. Für das Projekt gebe es auch Zuwendungen von der Jost-Reinhold-Stiftung und vom Förderverein Alte Burg, so Bürgermeister Sven Flechner. Die Müritz-Sparkasse überreichte bereits einen Scheck über 1800 Euro. Nun fehlt nur noch das Geld aus Schwerin.

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m.jacobs@nordkurier.de

13.10.2015 
Quelle: Nordkurier 

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