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13.05.2017

Damit das Gutshaus noch besser wird

Kuckssee hat einige Projekte in der Schublade, um die Gemeinde flott zu machen. Mittelfristige Planungen sollen so die Perspektive der Ortsteile Krukow, Lapitz und Puchow sichern. Doch wie so oft, liegt es am lieben Geld, wann daraus wirklich was wird.

Kuckssee. Wer A sagt, muss auch B sagen. Darum entschieden die Gemeindevertreter von Kuckssee, die Sanierung des Gutshauses in Lapitz weiter zu führen. Schrittweise schulterten sie bisher die Aufgabe. Nachdem in den vergangenen Jahren Fassade, Fenster und die Begegnungsräume im Schloss angepackt wurden, investierte die Kommune 2016 über 200 000 Euro, um die sechs Wohnungen im Obergeschoss zu modernisieren. Heute freuen sich die Mieter nicht nur über neue Bäder und die moderne Heizung.
„Nun steht noch die Umgestaltung des Anbaus aus. Hier könnten ein bis zwei barrierefreie Wohnungen entstehen. Aber auch ein kleines Dienstleistungszentrum wäre vorstellbar”, sagt Bürgermeister Norbert Böttcher und denkt dabei an Arztsprechstunde oder Friseursalon. Auch die älteren Einwohner möglichst lange im Dorf zu behalten, ist hier eine Strategie zum Wohnen auf dem Lande. Wer Haus und Grundstück nicht mehr bewirtschaften kann, der sei vielleicht über eine altersgerechte Wohnung in Lapitz glücklich.
Welche Nutzung dem Schlossanbau zukommen soll, diese Entscheidung stehe noch aus. „Zunächst müssen wir einen Fördertopf finden, mit dem dieses Vorhaben umgesetzt werden könnte”, so das Gemeindeoberhaupt. Auf jeden Fall habe das Gutshaus einen festen Platz im Planungskatalog für die nächsten Jahre. Bildet es doch einen zentralen Anlaufpunkt im Dorf.
Ideen für Projekte zu entwickeln und damit einen Vorlauf für die nächsten Jahre zu schaffen, damit sei Kuckssee mit den drei Ortsteilen bisher immer gut gefahren.
Grünes Licht gibt es inzwischen für den geplanten Abriss einer alten Stallanlage in Lapitz. Laut Norbert Böttcher habe das Landwirtschaftsministerium schon eine mündliche Zusage für beantragte Fördermittel gegeben. Das mit Feldsteinsockel um 1905 errichtete massive Gebäude direkt an der Ortsdurchfahrt wurde zu DDR-Zeiten für die Tierproduktion genutzt, steht aber schon lange leer. „Die Gemeinde hat das Areal erworben und möchte nach Abriss des Gebäudes an diesem Standort Flächen für Eigenheimbauer anbieten”, sagt Norbert Böttcher.
Bauland zu schaffen werde zum Schwerpunkt der kommunalen Arbeit. Darum wollen sich die Abgeordneten beispielsweise mit Vertretern der Kreisverwaltung im Ortsteil Puchow treffen, um vor Ort über mögliche Eigenheimplätze zu beraten.
Zu den langfristigen Aufgaben gehört auch der weitere Ausbau der Dorfallee in Puchow. Sie wurde 2014 nur bis zum Gutshofbereich saniert. Für das Pflasterstück dahinter mit dem Abzweig in Richtung Klein Lukow fehlte damals das Geld. Die Finanzen werden aber auch jetzt darüber entscheiden, wann dieser Straßenabschnitt in die Investitionsliste der Gemeinde aufgenommen werden kann.
Eine Einengung der Fahrbahn auf diesem Abschnitt werde es nach Rücksprache mit der unteren Verkehrsbehörde aber schon bald geben. In der Gemeindevertretersitzung am 16. Mai um 19 Uhr in der Bauernstube Krukow entscheiden die Abgeordneten über vorliegende Varianten und Beschilderungen. „Mit einer veränderten Verkehrsführung wollen wir etwas gegen den zunehmenden Durchgangsverkehr großer Fahrzeuge durchs Dorf unternehmen. Mehrfachachser wie Gülle- und Silagefahrzeuge fahren die Straße in Puchow kaputt und bringen auch schon Mal das Radwegeschild zu Fall”, berichtet der Bürgermeister. „Puchow hat eine Umgehung, die im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens angelegt wurde. Und eben diese Piste sollen die Brummis nehmen.”
Zur Zukunftsmusik in Puchow zählt zudem die Umgestaltung des nicht mehr genutzten Feuerwehrgerätehauses zum kommunalen Dorfzentrum, das vor allem auch Domizil für die Vereine werden soll. In die Finanzierung dieser Maßnahme fließen die Gelder ein, die die Kommune mit dem Verkauf eines Wohnhauses im Ort erzielen möchte.
„Gespräche gab es inzwischen auch mit dem Straßenbauamt Neustrelitz. Dabei geht es um den Radweg von Krukow in Richtung Ullahof zum Anschluss an die bestehende Asphaltverbindung auf dem Alten Bahndamm. Zumindest erhielten wir dafür nicht gleich eine Absage“, zeigt sich der Bürgermeister optimistisch. Sei ein straßenbegleitender Radweg an der B 192 zwischen Penzlin und Krukow dagegen doch in den nächsten zehn Jahren nicht in Sicht.
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13.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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