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19.10.2016

Darauf bauen? Schwer in Penzlin

Die zentrale Lage zwischen Waren, Neustrelitz und Neubrandenburg macht Penzlin zu einem beliebten Wohnort. Längst muss die Kleinstadt nachlegen, gehen ihr doch die Eigenheimplätze aus. Ein schwieriges Unterfangen für die Kommune. Denn nicht alle wollen begeistert mitmachen.

Penzlin. Schlechte Karten für neue Eigenheimbauer in Penzlin. Die bisher ausgewiesenen Gebiete sind so gut wie gefüllt. Dazu zählen auch die 40 Grundstücke im Wohngebiet „Seeblick“. Hier wird zwar noch fleißig gewerkelt, aber das Angebot ist längst begrenzt. Und auch auf dem Döring wuchs in den vergangenen Monaten ein Haus nach dem anderen.
Auf diesem Flurstück, das die Stadt kurz nach der Wende als Bauland auswies, waren 30 Grundstücke für Eigenheimbauer ausgeschrieben. Anfangs ging es dort sehr schleppend voran und viele Jahre hatten hier nur drei Familien ihr Zuhause. Das hat sich erstaunlicherweise grundlegend geändert. Und motiviert die Stadtverwaltung, über die Erweiterung dieses Baugebietes nachzudenken. Andere eher nicht.
„Nach telefonischer Rücksprache hat der Erschließungsträger aber signalisiert, dass er kein Interesse an der Realisierung eines zweiten Bauabschnittes habe“, informierte Bürgermeister Sven Flechner die Stadtvertreter und sieht in der zähen Abwicklung dieses Wohngebietes einen Grund dafür, dass sich die Baufirma aus Schleswig-Holstein von Penzlin verabschieden möchte.
„Möglichkeiten für Neubauten gebe es auch noch in der Innenstadt. Dabei handelt es sich um Gartenland, das die Stadt verpachtet hat. So wäre im Almsweg Platz für 15 bis 20 Häuser. Doch auch hier kommen wir nicht weiter, weil es innerhalb dieser Fläche privaten Grund gibt“, kommt das Stadtoberhaupt auf weitere Hürden bei der Suche nach Bauland zu sprechen.
Nicht viel besser sehe es in den 18 Ortsteilen aus. In Alt Rehse gebe es wohl noch einige Lücken. Und in Mollenstorf könnten Bauwillige die Fläche nutzen, auf der einst ein Wohnblock stand. Mit dem geplanten Abriss eines Mehrfamilienhauses in Groß Flotow käme weiteres Bauland hinzu. Doch das sei alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auf der grünen Wiese zu bauen, darin sieht die Stadt keine Alternative. Würde aber durchaus private Initiativen in dieser wichtigen Frage begrüßen. Bremsklotz in der Kommune sei nach Aussage des Bürgermeisters der noch nicht vorhandene Flächennutzungsplan, der Voraussetzung für das Erstellen weiterer Bebauungspläne sei.
Gerade der Zuzug von Neubürgern brachte der Kleinstadt einen positiven Trend in der Einwohnerentwicklung. Hier sind über 4200 Bürger zu Hause. Der Plan vom beliebten Wohnstandort Penzlin ging in den vergangenen Jahren auf und soll im Interesse der Entwicklung der Kommune fortgeführt werden. „Wie im Vorjahr setzen uns die vielen Sterbefälle gehörig zu. Darum ist es wichtig, Perspektiven für die weitere Ansiedlung zu bieten“, so Sven Flechner.
Einen Trumpf hat er auf jeden Fall in der Hand. So fasst Penzlin für 2018 den Abriss der Wohnblöcke in der Großen Straße 5 bis 10 ins Auge. Das Gros der 48 Wohnungen, die in den 70er Jahren gebaut wurden, steht bereits leer. In diesem neuen Quartier sollen Reihen- und Stadthäuser entstehen. Die Planung wird seit 2011 von Jahr zu Jahr fortgeschrieben. „Nach Mitteilung des Landrates kommen auf Penzlin keine neuen Forderungen zur Unterbringung von Flüchtlingen zu, da diese in zentralen Unterkünften eine Bleibe finden. Damit können wir unser Vorhaben vom Quartier Große Straße/Hirtenstraße verstärkt angehen“, sagt er.
Erste Pläne gibt es auch zum Haus in der Großen Straße 4, das nach Auszug der Bibliothek ins Voßhaus für betreutes Wohnen älterer Bürger umgebaut werden soll. In der Innenstadt von Penzlin zu wohnen – dafür gebe es großen Bedarf.
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m.jacobs@nordkurier.de

19.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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