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30.05.2017

Das Modell steht – nur die Erbauer fehlen noch

Vorfreude ergreift Kinder und Eltern in Rockow und Kraase. Sollen doch in diesem Jahr ihre lange gehegten Spielplatzpläne aufgehen. Die Modelle sind in Teamwork erarbeitet worden, sogar die Finanzierung steht. Nun muss nur noch eins gefunden werden.

Möllenhagen. Ob Krakenkarussell und das urige Boot einen Standort in Rockow bekommen werden, das bleibt zu hoffen. Jedenfalls haben Eltern und Kinder ein Spielplatzmodell entwickelt, das viele Wünsche einschließt und thematisch einem Spaßwasserland gleichen soll.
Bis jetzt mussten sich die Lütten — es gibt davon eine ganze Reihe im Dorf — mit einem alten Holzklettergerüst, einer Schaukel und einem Etwas von Sandkasten begnügen. Darum gab es 2014 eine Unterschriftensammlung, die an die Adresse der Gemeinde Möllenhagen ging. Mit der kritischen Anmerkung, dass auch den Mädchen und Jungen im Ortsteil ein ordentlicher Spielplatz zur Verfügung stehen sollte.
Mittel aus der Leader-Aktionsgruppe Müritz machten es schließlich möglich, dass der Tobeplatz auf den Plan gehievt werden konnte. Jost Reinhold sicherte mittels seiner Stiftung die Eigenmittel für die Gemeinde ab. Denn schließlich kostet so ein für Kinder gestaltetes Areal an die 30 000 Euro. Nur konnten im Vorjahr keine Fortschritte auf diesem Weg erzielt werden. Denn die zugestandenen Fördermittel machten zunächst eine Zukunftswerkstatt notwendig. Und dafür fand sich zunächst kein Fachmann.
„Momentan sind wir aber guter Dinge und hoffen auf einen baldigen Baustart”, zeigt sich Mandy Knecht nun optimistisch, die seit 2005 mit ihrer Familie in Rockow wohnt. Denn vor einigen Wochen habe der Workshop zum Spielplatz stattgefunden. Dafür konnte das Amt Penzliner Land die Pädagogin Wibke Seifarth aus Beggerow gewinnen. „Der Workshop war sehr gut besucht und die Kreativität fand kein Ende”, berichtet Mandy Knecht.
Dass das Rockower Plakat, auf dem die Kinder schon im Vorjahr ihre Spielplatz-Vorstellungen zusammengetragen hatten, Eingang in diese Veranstaltung fand, das freute alle sehr. „Wir Eltern wollen gern mit Eigenleistungen beispielsweise bei den Erdarbeiten dazu beitragen, dass das Gros des bereitgestellten Geldes auch wirklich in die Anschaffung von Spielgeräten geht. Unser Wunsch wäre, dass diese vor allem aus Holz sind”, gibt die junge Mutter Gedanken wieder, die im Dorf so ihre Runde machen. Denn bei allem Optimismus gebe es auch Zweifel. Spielgeräte seien nun mal sehr teuer.
Laut Thomas Diener, Bürgermeister von Möllenhagen, seien die Arbeiten für den Spielplatzbau vom Amt Penzliner Land ausgeschrieben worden. „Ich hoffe, dass die Gemeindevertretung noch im Juni einer Firma den Zuschlag erteilen kann”, so das Gemeindeoberhaupt. Das gelte übrigens auch für die Spielplatzpläne in Kraase, die ebenfalls von Leader gefördert werden.
Auch dafür gab es eine Zukunftswerkstatt. Die Kraaser entschieden sich für ein Feuerwehrthema. Das hängt mit dem Umzug des jetzigen Tobeplatzes auf das Areal neben dem Gerätehaus zusammen. Übrigens sind die von Kindern und Eltern erarbeiteten Modelle momentan in der Regionalen Schule „Heinrich Schliemann” in Möllenhagen zu sehen. Wochen zuvor waren sie im ehemaligen Amtshaus im Vorzimmer zum Bürgermeisterbüro ausgestellt.
Unabhängig vom weiteren Ablauf aller Planungen legten die Rockower ihr Kinder- und Sommerfest auf den 8. Juli. Vielleicht sind dann schon Bauleute am Werkeln. Auf jeden Fall wird die Vorfreude auf den Spielplatz ein Thema an diesem Tag sein, das Jung und Alt gleichermaßen erfasst.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

30.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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