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13.08.2014

Das Zerren um den Gutspark geht weiter

Frisches Geld für den alten Gutspark. Das war die Aussicht für Alt Rehse. Doch wieder sind Monate ins Land gezogen. Der Streit um das Gelände geht weiter. Und die Bewohner kämpfen mit nächtlichen Übergriffen.

Nur ein paar Touristen, die den Gutspark in Alt Rehse am Sonntag erkunden. Ein Großteil der Bewohner habe dem Gelände und dem Projekt „Lebenspark“ inzwischen den Rücken gekehrt, heißt es von Bewohnern des Ortes. Es wäre ihnen kaum zu verübeln. Rund zwei Jahre dauert der juristische Kampf um das Gelände schon an. Räumungsklagen, Insolvenzverfahren, Anfang des Jahres drohte die Zwangsversteigerung.

Löst sich das alternative Gemeinschaftsprojekt nun auf? Für die Initiatoren des Lebensparks ist das alles nur Gerede. „Die Saison läuft, unsere Veranstaltungen sind gut besucht“, sagt Bernhard Wallner, einer der Köpfe hinter dem Lebenspark. Zur Zeit sei aber eine kurze Sommerpause im Programm vorgesehen, weshalb wenig los sei auf dem Gelände. Sorgen macht er sich viel mehr um die nächtlichen Aktivitäten, die immer wieder die Polizei auf den Plan rufen. An Zufälle will Wallner nicht glauben und geht von gezielter Zerstörung aus: „Wenn in die Häuser eingebrochen wird, um die Heizungen zu zertrümmern, dann sind das mit Sicherheit keine randalierenden Jugendlichen.“

Aus frischem Geld wird eine Option des Scheiterns

Die verbliebenen Bewohner hoffen weiter auf die Möglichkeit zu bleiben. Der Eigentümer des Parks versucht allerdings schon seit vergangenem Jahr das Gelände räumen zu lassen. Gerhard Preissing hat nach eigenen Angaben offene Forderungen von weit über einer Million Euro an das Unternehmenskonstrukt Lebenspark. Und auch die neue Investorin hat sich inzwischen von dem bisherigen Projekt distanziert. Gabriele Wahl-Multerer hatte mit der Zusage für frisches Geld die Zwangsversteigerung verhindert. Ähnliches Konzept, ein neuer Name: Der „Park am See“ sollte alles besser machen. Seminare, nachhaltige Landwirtschaft, Kulturveranstaltungen. Doch auch um dieses Projekt ist es seit Monaten ruhig geworden.

Bereits 2013 sollte das Gelände an ein Neubrandenburger Unternehmen verkauft werden, um einen Ferienpark zu errichten. Konzept und Vertrag gab es schon, zum Schluss wurde es doch nichts. Doch Bernhard Wallner ist immer noch überzeugt, dass sich die jetzigen Betreiber am Ende durchsetzen. Trotz der vielen Schulden und obwohl auch gegen ihn inzwischen ein Insolvenzverfahren läuft. „Wir sind im Gespräch mit Geldgebern. In den nächsten Monaten wird sich alles klären und auch der Eigentümer bekommt, was ihm zusteht“, sagt er. Allerdings spricht er erstmals von der Option des Scheiterns. „Wenn wir bis zum Herbst keine Lösung haben, dann war es das für den Lebenspark.“

13.08.2014 
Quelle: Nordkurier 

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