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08.11.2016

Das schnelle Netz ist nur drei Kilometer weg

Wer ganz gern im Internet surft, der sollte das nicht in Rumpshagen versuchen. Denn hier steht man zum Ärger der Einwohner schon seit Jahren auf der Leitung.

Rumpshagen. Drei Kilometer fehlen den Einwohnern von Rumpshagen zum schnellen Internet. Denn Ankershagen ist da schon viel besser dran. Ebenso Bocksee. Beide Dörfer liegen direkt an einer Straße. „Sie wurden bereits an Versorgungsleitungen angeschlossen. Dieses Signal für den Internetempfang reicht aber kaum zu uns ran. Und ich denke kaum, dass für ein Dorf mit 100 Einwohnern ein weiteres Kabel gezogen wird. Das ist doch schon wieder eine Kostenfrage”, sagt Thomas Will, der in Rumpshagen wohnt und Bürgermeister von Ankershagen ist. Sich durchweg über Internet ein Video anzuschauen, das sei kaum möglich. Und diese Erfahrung machen seine Kinder immer wieder. So können sie zwischendurch ruhig mal was essen gehen, bevor die Leitung wieder vollständig steht.
Gerade Unternehmer aus dem Dorf beklagen diesen unzureichenden technischen Zustand, verlagerten sogar ihre Büros und Firmensitze an andere Orte. „Auch ich bin als Selbstständiger davon betroffen, arbeite ich doch als Dienstleister im CD- und DVD-Vertrieb. Ohne Computer geht da gar nichts”, so Thomas Will. Darum nutzt er die LTE-Funkverbindung als drahtlose Übertragungstechnik, für die der Funkturm in Möllenhagen die technische Grundlage bildet. Voraussetzung für den Nutzer ist ein Internet-Router.
„Doch auch damit sind Grenzen gesetzt, da mir für einen Zeitraum nur eine gewisse Datenmenge zur Verfügung steht”, sagt der Rumshagener. Keine schnellen Ausflüge ins Internet unternehmen zu können, das schrecke sogar potenzielle Neubürger ab. Mehr Einwohner für das Dorf zu gewinnen, wäre aber für dessen Perspektive ganz wichtig. Und die älteren Leute, die über Projekte an den Computer herangeführt werden sollen, bräuchten sich gar nicht erst mit der Maus anfreunden. So bleibe ihnen irgendwie auch die große virtuelle Welt verschlossen.
Von der Amtsverwaltung in Penzlin gebe es zwar einen Hoffnungsschimmer, dass auch Rumpshagen in einer nächsten Förderetappe mit dem Anschluss an das schnelle Internet bedacht werden soll. Doch Thomas Will kann da nicht so recht dran glauben.
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m.jacobs@nordkurier.de

08.11.2016 
Quelle: Nordkurier 

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