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27.07.2016

Den Gruselfaktor gibt’s inklusive

So geschichtsträchtiger Boden, wie zwischen Havelquelle und Schliemann-Museum hält Märchen und Sagen bereit. Lars Franke hat sie gesammelt – für ein neues Spukbuch.

Ankershagen. Wo die jungfräuliche Havel ihren Lauf nimmt. Wo es im Mittelalter gleich zwei Burgen gab. Wo Mensch und Natur seit jeher eng beieinander leben. Wo reiche „Von-und-Zus“ und arme Bauernburschen Nachbarn waren – da gibt es sicher Stoff für Legenden, Sagen und Spukgeschichten.
Lars Franke hat letztere in einem kürzlich erschienenen Buch aufgeschrieben. Ankershagen liefert gleich das erste Kapitel: „Das Sagenhafte beginnt schon am Dorfrand“, schreibt der Autor. Es gäbe Leute, die die hiesigen Spukgeschichten kleinzureden versuchen, bemerkt Franke.
Also dort, wo ein Bach in den Mühlensee mündet, soll vor märchenhaft langer Zeit ein schwarzer Stier Wanderer, Fuhrleute und Reiter erschreckt haben. Im Dorf nannten sie das Untier „Bolle“. Ein beherzter Zimmermann vertrieb diesen Grusel-Spuk der Sage nach.
Etwas glaubwürdiger ist die Geschichte, die sich über den Burgherren Henning von Holstein lange hinter vorgehaltener Hand erzählte. Den Raubritter gab es wirklich. Der soll einen Kuhhirten, der ein Mordkomplott gegen den Landesvater verraten hatte, im Kamin der Burghalle verbrannt haben. Da er sein armes Opfer mit dem Fuß wieder und wieder zurück ins Feuer stieß, bekam der Edelmann im Dorf den Namen Henning Bradenkierl. Selbiger nahm sich selbst das Leben, als die Rache seines Herzogs drohte. Wurde so vom Unhold zum Untoten. Lange noch soll das „böse Bein“, welches den Knecht in die Flammen zurückstieß, aus Hennings Grab herausgewachsen sein.
Wahr oder erfunden? Darüber kann sich jeder bei einem Besuch in Ankershagen selbst ein Bild machen. Bis dahin bietet Franke 28 Spuk-Geschichten zum Schmökern – für Spaß und Grusel zugleich.

27.07.2016 
Quelle: Nordkurier 

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