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24.09.2015

Den Städtebau im Blick, die Geldnöte im Nacken

Das war ein derber Schock im Mai – das Land strich der Stadt Penzlin urplötzlich Fördermittel. Jetzt muss sich die Kommune beim Städtebau neu orientieren – und geht ab sofort andere Wege.

Penzlin. Penzlin setzt ab jetzt klare Prioritäten – zumindest was Investitionen im Innenstadtbereich betrifft. Die Stadtvertreter haben beschlossen, dass mit den restlichen Städtebaufördermitteln zunächst der zweite Abschnitt der Turmstraße, der von der Kirche bis hinunter zum Edeka reicht, erneuert werden soll. Die Bornstraße und Teile der Kleinen Straße sollen ebenfalls einen Teil der Fördergelder abkommen. „Wir wollen zunächst die Straßen erneuern, um den Frieden in der Stadt zu wahren“, sagte Bürgermeister Sven Flechner. Die Fördermittel sollen in diese Sanierungen fließen, um die Anwohner mit möglichst wenigen Abgaben belasten zu müssen, so der Rathauschef.
Dass Penzlin seine Maßnahmen im Sanierungsgebiet der Altstadt neu ausrichtet, ist dringend notwendig. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin hatte der Stadt im Mai kurzfristig den Geldhahn für Städtebaufördermittel zugedreht. Aus dieser Quelle flossen 2014 letztmalig Fördergelder. Davon sind nun noch etwa eine Million Euro da, die möglichst nutzbringend für die Kommune eingesetzt werden sollen. Zwar habe es in den Vorjahren diverse Hinweise aus Schwerin gegeben, dass die Förderung auch mal auslaufen könnte, doch das abrupte Ende konnte sich keiner im Penzliner Rathaus so recht erklären.
Mit dem Beschluss der Prioritätenliste haben die Kommunalpolitiker einen ersten Schritt getan. Allerdings stellte Sven Flechner klar: Die Prioritätenliste beziehe sich nur auf den Innenstadtbereich und auf die Vorhaben, die dort aus der Städtebauförderung finanziert werden sollten. Nach Vorstellungen Flechners sollte mit den Planungen für die Straßen unbedingt jetzt begonnen werden. „Die Investitionen waren 2016/2017 für die Turmstraße und die Bornstraße für 2018 vorgesehen“, sagte Flechner.
Doch die Stadtvertreter haben mehr als nur diese beiden Straßen im Blick. So sind auf der Liste auch die Maßnahmen im Burgumfeld/Belvedere sowie der Brückenbau zwischen den Burgen verzeichnet. Auch die nördliche Stadtmauer, aus der bereits Teile abgebrochen wurden, steht auf der Liste. Um die Maßnahmen stemmen zu können, sollen Fördergelder beim Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes beantragt werden.
Die Kommunalpolitiker haben mit der Prioritätenliste auch an die älteren Penzliner gedacht. So steht das Projekt „Große Straße 4“ ebenfalls ganz oben. Bei diesem Vorhaben sollen altersgerechte Wohnungen, ein Gemeinschaftsbereich sowie eine Arztpraxis entstehen. Das Geld dafür soll beim Bund für finanzschwache Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge beantragt werden.

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n.schuldt@nordkurier.de

24.09.2015 
Quelle: Nordkurier 

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