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01.06.2017

Der Stuhl des zweiten Stadtrates ist wieder frei

Es ist schon eine Weile bekannt und doch liegt Verwaltung und Stadtvertretung in Penzlin eine Personalangelegenheit schwer im Magen. Kämmerer Matthias Mahnke, der die Kommune in den letzten Jahren nach vorn gebracht hat, geht. Und der erhoffte Ersatz hat abgesagt.

Penzlin. „Was passiert, wenn wir alle gegen den Beschlussvorschlag stimmen?”, zeichnete Stadtpräsident Michael Baaß am Dienstagabend ein mögliches Szenario im Rahmen der Stadtvertretersitzung in Penzlin. Es war aber nur spaßig gemeint. Kämmerer Matthias Mahnke hatte darum gebeten, ihn aus dem Ehrenbeamtenverhältnis des zweiten Stadtrates zu entlassen. Denn der Finanzer verlässt Penzlin, übernimmt im Juli das Amt für Finanzen in Röbel.
Auch wenn die Penzliner seine Entscheidung verstehen und akzeptieren, lasse man den 35-Jährigen ungern gehen. „Als Matthias Mahnke 2012 die Arbeit in unserer Verwaltung aufnahm, standen wir hier gerade vor einer schwierigen Aufgabe. Galt es doch, im Bereich der Finanzen uns mit der doppelten Buchführung anzufreunden“, erinnerte Bürgermeister Sven Flechner. Dass diese Hürde erfolgreich genommen werden konnte, sei ein großer Verdienst des Kämmerers gewesen.
Auch bei den Jahresabschlüssen sei Penzlin im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis gut aufgestellt. So konnte der Verwaltungschef am Dienstag diesbezüglich für 2014 entlastet werden. Grünes Licht gab es vom Parlament zudem zum Abschluss des städtebaulichen Sondervermögens für 2014.
Aufgrund von Strukturveränderungen übernahm Matthias Mahnke 2016 auch noch die Leitung des Bauamtes. „Fleiß und strukturelles Arbeiten zeichnen ihn aus. Sein Weggang ist ein Verlust für unsere Stadt”, stellte der Bürgermeister klar. Diese Meinung teilen auch die Abgeordneten. Schließlich setzte sich der Kämmerer mit ihnen vor dem anstehenden Haushaltsbeschluss für 2017 an einen Tisch, um das Dokument im Detail gemeinsam zu erörtern.
Kurz vor der Stadtvertretersitzung hatte der Hauptausschuss getagt, um über die Besetzung der von der Verwaltung ausgeschriebenen Stellen zu beraten. So gab es für das wieder zu bildende Amt für Finanzen elf Bewerbungen. „Ein Zuschlag konnte noch nicht erteilt werden, da die favorisierte Bewerberin inzwischen abgesagt hat”, informierte Sven Flechner. Besser sehe es für den Bereich des Amtes Bau und Wirtschaftsförderung aus. Dafür gab es neun Interessenten, die Abgeordneten hätten bereits eine Entscheidung getroffen. Vorzubereiten sei auch eine Stellenausschreibung für das Museum Alte Burg, da sich eine langjährige Mitarbeiterin zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.
Zur umfangreichen Tagesordnung der Sitzung gehörten auch Veränderungen zu Bauplänen. Erste Korrekturen in der Textsatzung für das Wohngebiet „Am Großen Stadtsee” waren aufgrund der Baugesetzgebung nötig. Hier ist die Bebauung weitestgehend abgeschlossen. Waren in diesem Eigenheimgebiet anfangs nur rote Dächer erlaubt, so sind inzwischen auch andere Farben dazu gekommen. Das gilt auch für Dachformen. Mit der Lockerung der Baugestaltung soll den Eigentümern im Nachhinein Rechtssicherheit gegeben werden. Nach wie vor gibt es viele Nachfragen nach Baugrundstücken in Penzlin.
„Ich stimme dagegen, da Bauherren uns mit ihren Verstößen gegen die Gestaltungssatzung vor vollendete Tatsachen gestellt haben”, sagte Abgeordneter Norbert Schumacher. Schließlich muss die Kommune für die Änderung der Satzung in die Stadtkasse greifen und dafür über 3700 Euro berappen. Der Beschluss fand dann aber doch mehrheitlich die Zustimmung im Stadtparlament.
Grünes Licht gab es zudem für Straßenumbenennungen im Ortsteil Flotow, die vom Stadtentwicklungsausschuss angeregt worden waren. So soll die Straße „Gutshof” in „Gut Flotow” umbenannt werden. „Jost-Reinhold-Platz” soll künftig auf dem Straßenschild „Am Reitplatz” stehen.
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01.06.2017 
Quelle: Nordkurier 

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