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06.12.2017

Der Sturm wehte einen Hirsch aufs Haus

Dass die Möllenhagener gegenwärtig vor dem Gerätehaus in der Dorfmitte etwas länger verweilen, hat seinen Grund. Dort grüßen Weihnachtsmann sowie Hirsch mit Schlitten die Vorbeikommenden. Die Gemeindearbeiter haben ein bisschen gezaubert.

Möllenhagen. Ein weißer Hirsch mit goldenem Geweih — das ist schon eine Sensation. Gibt es gar nicht? Doch in Möllenhagen. Zusammen mit der Weihnachtsmannfigur schmückt dieser Hirsch dort das Feuerwehrgerätehaus und hat noch einen Schlitten mit Kuscheltieren im Schlepptau.
Reichlich bunte Lampen und der geschmückte Weihnachtsbaum machen ebenfalls aufmerksam auf diese besondere Adventsdekoration im Dorf, die durchaus eine Konkurrenz bildet zu den Lichterketten und Sternen an den Fenstern der Wohnhäuser. „Sonst hielten wir uns beim Schmücken immer zurück, in diesem Jahr wollten wir etwas mehr bieten”, sagt Gemeindearbeiter Bernhard Baarck und bedauert, dass es keinen Weihnachtsmarkt mehr im Dorf gibt. Viele Jahre schon ist er auch Maschinist in der Freiwilligen Feuerwehr Möllenhagen. Darum wusste er die Kameraden bei seinem Vorhaben hinter sich.
Den Hirsch bescherte den Leuten vom Bauhof übrigens der stürmische Herbstwind. „Unsere Wehr rückte in den vergangenen Wochen mehr als 15 Mal aus, um Sturmschäden zu beseitigen. Dabei erwischte es auch junge Linden und Eichen. Einer dieser Bäume lieferte mit seinen Ästen die Form für den Hirsch”, kommt Bernhard Baarck auf seine Bastelarbeit zu sprechen, an der letztlich auch seine Kollegen Freude hatten. Der Gemeindearbeiter kann nicht nur mit Holz werkeln, er bringt auch Tannenzweige in die richtige Form. So diente ein Autoreifen als feste Grundlage für den üppigen Adventskranz, der über dem Eingang zur Fahrzeughalle hängt.
„Die Leute bleiben stehen und erfreuen sich an unserem Werk und die Lütten von der Kita drehen eine Extrarunde durchs Dorf, um Weihnachtsmann und Schlittengespann zu bewundern”, fügt Bernhard Baarck hinzu. Damit hin und wieder auch ein wenig Weihnachtsmusik erklingt, brachten Möllenhagener sogar passende CDs vorbei.
Bürgermeister Thomas Diener begrüßt das Engagement seiner Gemeindemitarbeiter. Gehe es doch generell darum, den Dorfalltag im Interesse der Bürger zu bereichern sowie die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zu intensivieren. „Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung haben wir uns über die Feuerwehrbedarfsplanung verständigt und notwendige Investitionen für die Wehren in Möllenhagen, Lehsten und Kraase beschlossen. Damit wertschätzen wir diese wichtige ehrenamtliche Arbeit”, sagt er. So wird für die Stützpunktwehr des Dorfes ein neues Löschfahrzeug anvisiert, Planungen gibt es beispielsweise für das Gerätehaus in Kraase. Beschlossen wurde von den Abgeordneten zudem die Satzung für die Ehrung verdienstvoller Persönlichkeiten. Sogar über die Vergabe eines Heinrich-Schliemann-Preises wird in Möllenhagen nachgedacht. „Im Rahmen der Selbsteinschätzung unserer Gemeinde kamen wir auf 60 Punkte, was für die Zukunftsfähigkeit unserer Kommune spricht“, fügt Thomas Diener hinzu.
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06.12.2017 
Quelle: Nordkurier 

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