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25.04.2014

Der schmale Grat von Wendorf verärgert die Anwohner

Wie teuer es genau am Ende wird, das wissen die Wendorfer noch nicht. Klar ist, sie sollen für den neuen Gehweg aufkommen. Dass beim Bau alles mit rechten Dingen zuging, daran gibt es Zweifel.

Kein Zweifel, da musste etwas passieren. Das haben insbesondere die gefordert, die auch einen Großteil der Kosten tragen sollen. Seit Jahren hatten Bürger in Wendorf über die miserablen „Gehwege“ geklagt. Die entsprachen eher mit Splitt abgedeckten Randflächen, wie Hartmut Rose weiß. Der Ingenieur ist einer der Anwohner, die sich noch zu Zeiten des Landkreises Müritz für einen neuenWeg einsetzten. Den hat er jetzt. Allerdings nicht so, wie gewünscht. Rose erhebt schwere Vorwürfe gegen die Behörden und die beteiligten Unternehmen. Von Gehweg will er ohnehin nicht sprechen, eher von einer befestigten Bewegungsfläche.

Und die bringt Probleme vor allem für diejenigen, die nicht gut zu Fuß sind. „Der Weg ist viel zu schmal, als dass man ihn mit Rollstühlen oder Rollatoren vernünftig nutzen könnte“, so Rose. Spätestens dann, wenn sich zwei Verkehrsteilnehmer begegnen wird es eng – auf 90 Zentimetern Breite. Bliebe die Möglichkeit, die Straßenseite zu wechseln. Aber auch bei den Absenkungen sei gepfuscht worden, so der Wendorfer. Denn die Bordsteine-Kante ist, wohin man schaut, mehrere Zentimeter hoch. „Dabei gibt es dazu klare Bauvorschriften“, erklärt Rose. Alle 15 Meter müsse der Gehweg auf Straßenniveau abgesenkt werden. Und Regeln gibt es auch für die Breite der Gehwege. 2,50 Meter so die Richtlinie der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen.

Eine Antwort lässt auf sich warten - noch immer

Platz genug war da. „Zumindest auf einer Straßenseite wäre es möglich gewesen, den Gehweg näher an die Grundstücke zu ziehen“, sagt Rose. Und genau das hat er dem Planer und den Behörden auch vorgeschlagen. Im Dezember 2012 hatte die Gemeinde Möllenhagen zur Bürgerversammlung eingeladen, um über den Gehweg im Ortsteil Wendorf zu diskutieren. Schon da, sagt Rose, habe er auf die Probleme hingewiesen. „Die Politik spricht regelmäßig darüber, dass bei neuen Bauprojekten auf die Barrierefreiheit geachtet werden soll. Aber hier hat sich keiner darum geschert“, kritisiert er.

Seine Bedenken hat er, mit einem Lösungsvorschlag, auch schriftlich eingereicht. Mehrere Monate später kam eine Eingangsbestätigung zurück. Eine echte Antwort hat ihn nie erreicht. Stattdessen fühlt er sich vom Amt gegängelt. Für den Bau des Gehweges wurden an seinem Grundstück die Grenzen überprüft. Zaun und Grenzsteine, alles sei korrekt gewesen. Doch für die Kosten von mehreren hundert Euro sollte er aufkommen.

Rose geht in Widerspruch. „Solche Kosten müssten normalerweise im Bauprojekt enthalten sein“, so seine Sicht. Immerhin, das Amt lenkt ein, reduziert die Summe. Im vergangenen Herbst rollten dann die Bagger. Für rund 100 000 Euro hat die Gemeinde Möllenhagen den Gehweg erneuert. Feierlich eingeweiht wurde er. Jetzt geht es nur noch um die Kostenverteilung. Zwar hat der Landkreis ein Drittel dazu gegeben, doch auch die Anwohner werden zur Kasse gebeten. Was sie zahlen müssen, das stand zuletzt noch nicht fest.

25.04.2014 
Quelle: Nordkurier 

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