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21.07.2016

Die Griechen reiten ein, Schliemanns Museum zu erobern

in hölzerner Geselle wird das große griechische Fest im Museum Ankershagen beobachten. Und sicher werden die Kinder wieder eine Rutschpartie auf ihm wagen. Erwachsene sollten das lieber bleiben lassen, denn das trojanische Pferd ist mit seinen 20 Jahren etwas wackelig auf den Beinen – und muss es vorerst bleiben.

Ankershagen. Sozusagen am offenen Herzen wurde das Trojanische Pferd in Ankershagen operiert. Seit 20 Jahren steht es im Garten des Heinrich-Schliemann-Museums und brauchte abermals eine Kur. Denn die Witterung hatte dem sechs Meter großen Holzspielzeug mächtig zugesetzt. „Wie uns der Tischlermeister sagte, müsste das Pferd alsbald völlig neu aufgearbeitet werden. Doch dafür fehlt momentan das Geld“, ist Museumsleiter Reinhard Witte ein wenig bange. Regelmäßig werde das Holzteil aber überprüft, so dass die Kinder unbeschwert rutschen können. Erwachsene sollten allerdings lieber darauf verzichten.
Aufgebaut wurde die Nachbildung des Trojanischen Pferdes zu den 3. Museumstagen 1996. Den Entwurf lieferte der Warener Bildhauer Walther Preik. Ein erstes Modell entstand im ÜAZ Waren, Mitarbeiter des Regionalwerks östlicher Tollensesee in Groß Nemerow bauten das Holzpferd auf. Es gab viele Förderer und die ganze Maßnahme betreute der Rotary Club Waren. Schon zwei Jahre zuvor hatte Wilfried Bölke, damaliger Leiter des Museums, sich ein Trojanisches Pferd aus der Prähistorischen Sammlung München als Leihgabe für fünf Monate ausgeborgt. Und das war auch der Anlass dafür, Ankershagen ein eigenes Spiel- und Ausstellungsstück zu vermachen.
„Ich sammle Trojanische Pferde und bekomme hin und wieder Bilder, Ansichtskarten und lustige Zeichnungen zugeschickt“, erzählt Reinhard Witte. Mit der für den Troja-Film geschaffenen Figur gebe es wohl zehn Exemplare unterschiedlichster Art, die sich in Deutschland, Griechenland und sogar in China finden. In Ankershagen sei der hölzerne Vierbeiner nicht mehr wegzudenken.
Sein 20. Geburtstag geht am Sonnabend, 23. Juli, in das griechische Fest mit ein. Von 10 bis 20 Uhr halten die Museumsmitarbeiter sowie viele Helfer aus der Gemeinde ein großes Programm bereit mit Musik, Lesungen, Theater und antiken Kinderspielen. Höhepunkt ist um 18.30 Uhr die Aufführung „Kassandra“. Die Bühnenfassung nach Christa Wolf wird von Cornelia Gutermann-Bauer in der Kirche Ankershagen dargestellt. Jeweils um 11, 13 und 16 Uhr führt Reinhard Witte durch das Museum. Nicht fehlen werden griechische Spezialitäten wie Wein, Gyros und Tzatziki.

21.07.2016 
Quelle: Nordkurier 

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