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29.07.2016

Die Kleingärtner sind eine Macht in Penzlin

Laubenpieper gibt es in Penzlin in der Kälberkoppel, am Ziegelkamp und auch am Schmorter See. Mit 14 Hektar Fläche hat der Gartenverein Punschendörp ein großes Areal gepachtet. Und das nun schon seit fast 60 Jahren. Großes steht an.

Penzlin. Sie trohnt über der Stadt. Die Marienkirche von Penzlin ist auch gut von den Gärten aus zu sehen. Was für ein tolles Stimmungsbild. Die Stimmung im Gartenverein Punschendörp 1957 e.V. sei übrigens durchweg gut. Das ist vom Vorsitzenden Sebastian Höhr zu erfahren. Mit der Wahlversammlung im Mai dieses Jahres stellte sich nicht nur der Vorstand neu auf, sondern es wurden auch konkrete Vorhaben besprochen.
„Wir begehen 2017 das 60-jährige Bestehen dieser Anlage und haben uns zu diesem Anlass ein großes Projekt vorgenommen“, sagt der Vorsitzende. Sein Stellvertreter Hartmut Kindermann holt einen Bauplan hervor. So ist geplant, das bisherige Vereinshaus auszubauen. Dabei handelt es sich um eine Gartenlaube, die vorher privat genutzt wurde. Dach und Elektroleitungen müssten erneuert werden, Fenster und Tür ebenfalls. Und eine Heizung benötigt das Haus. In einem weiteren Bauabschnitt könnte eine Überdachung zu den angrenzenden Schuppen erfolgen, so dass eine Freifläche für Treffen der Vereinsmitglieder geschaffen wird. Diese könnte durchaus auch von anderen Interessengemeinschaften genutzt werden. So der Plan.
„Auf Anraten der Stadt haben wir einen Förderantrag beim Landwirtschaftsministerium gestellt. Denn nur mit Eigenmitteln wäre der Ausbau des Vereinshauses nicht möglich“, sagt Hartmut Kindermann. Das Gartenland macht einen Teil der grünen Lunge von Penzlin aus. Hat der Punschendörp 1957 e.V. an die 14 Hektar Fläche von der Stadt gepachtet, so gibt es daneben noch privates Grün. Auch die Kirchengemeinde verfügt über Gartenland. Noch immer erinnert das an alte Zeiten, als Penzlin ein Ackerbürgerstädtchen war.
Die 300 Parzellen auf dem Vereinsgelände reichen vom Scheunenweg bis hinüber zum Schmorter See. Ob Alt oder Jung – am Pflanzen, Jäten und Ernten haben alle gleichermaßen ihre Freude. Nur 4,5 Prozent der Parzellen stehen leer. „Diese bieten wir auf unserer Homepage an, mit der wir ohnehin viele erreichen“, so Hartmut Kindermann. Damit leer stehende Gärten nicht verwahrlosen, können Mitglieder diese in Pflege nehmen. So zeigen sich die Flächen für einen neuen Interessenten dann in gutem Zustand.
Nach Aussage von Sebastian Höhr habe die Teilnahme an den Arbeitseinsätzen enorm zugenommen. Ausstehende Mitgliedsbeiträge gebe es nicht. „Wir arbeiten streng mit dem Mahnwesen und schrecken auch nicht vor Kündigungen zurück“, nennt Hartmut Kindermann Instrumente, die für das Vereinsleben und die Ordnung in den Gärten unerlässlich sind. Dennoch gebe es auch in Penzlin immer mal wieder Probleme, die geklärt werden müssen. Das fange bei der Kleintierhaltung an und höre bei Lärmbelästigungen nicht auf.
Von einem Geschenk zum Vereinsjubiläum wissen Sebastian Höhr und Hartmut Kindermann schon: Dachdecker Mario Röse baute bereits ein neues Eingangsschild für den Punschendörp e.V. mit Sitz am Scheunenweg Nr. 5.
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m.jacobs@nordkurier.de

29.07.2016 
Quelle: Nordkurier 

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