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27.05.2014

Die Neuen im Kampf gegen Mauscheleien

Aus dem Stand ist in Penzlin eine erstmals bei der Wahl zur Stadtvertretung angetretene Bürgerinitiative zur drittstärksten Kraft geworden. In Sachen Windkraft hat sie für viel Wirbel gesorgt, setzt jetzt aber auf Harmonie.

Zum Feiern war noch gar keine Zeit. Am „Tag danach“ steht Norbert Schumacher schon wieder in seiner Tierarztpraxis und heilt die Wehwehchen der Vierbeiner. Dabei hat der Vorsitzende der Penzliner Bürgerinitiative „Lebenswertes Penzlin“ allen Grund zur Freude: Schumacher und seinen Freunden gelang auf Anhieb der Sprung in die Penzliner Stadtvertretung.

Hinter der CDU und der Wählergemeinschaft WPL (Wählergemeinschaft Penzliner Land) sind die Frauen und Männer der Bürgerinitiative gemeinsam mit der SPD künftig die drittstärkste Kraft. Mit ihrem Kampf gegen Pläne und Überlegungen, rings um Penzlin weitere Windkraftanlagen zu errichten, hat sich die Initiative viel Sympathien in der Stadt erworben.

Stadtvertretungen bitte öffentlich

Für die künftige Arbeit setzt der Veterinär aber eher auf einen „Kuschelkurs“: „Harmonie ist uns ganz wichtig. Wir wollen mit allen Stadtvertretern konstruktiv zusammenarbeiten, da gibt es für uns keine Gegner.“ Streit bis aufs Messer werde es künftig in der Stadtvertretung nach dem Willen des Vorsitzenden nicht mehr geben.

Aber in einer Angelegenheit wollen Schumacher und Co. hart bleiben: „Sitzungen des Hauptausschusses, die bisher in Penzlin stets unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, müssen für jedermann zugänglich sein.“ „Mauscheleien“, die es in der Vergangenheit nach Ansicht Schumachers vereinzelt in Penzlin gegeben hat, sollen der Geschichte angehören. „Solche unschönen Sachen, wie in Sachen Windkraft am Willen der Bevölkerung vorbei regieren zu wollen, wird es mit uns nicht mehr geben.“

Verlierer und Gewinner

Verlierer der Wahl zur Stadtvertretung in Penzlin sind FDP und Linke, die jeweils einen Platz einbüßen und wohl nur noch mit einer Stimme im städtischen Parlament vertreten sind. Aber nicht nur deshalb überlegt Stadtpräsident Gerhard Kresin, der einzige verbliebene Liberale, ob er erneut, falls er vorgeschlagen wird, für das Amt des Vorgesetzten aller Stadtvertreter zur Verfügung stehen möchte. Immerhin wurde er auch in den Kreistag gewählt.

Neben ihrem Job als Landtagsabgeordnete darf Dagmar Kaselitz (SPD) künftig als Stadtvertreterin auch über die Geschicke der Kleinstadt mitbestimmen. Dank der Kandidatur der beliebten Penzlinerin konnten die Sozialdemokraten die Zahl ihrer Sitze auf zwei verdoppeln.

27.05.2014 
Quelle: Nordkurier 

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