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12.06.2014

Die Odyssee auf der Zielgeraden

Seit Jahren wird in Penzlin um das alte Rektorenhaus gerungen. Baufällig, aber denkmalgeschützt. Dort soll der Übersetzer und Dichter Johann Heinrich Voß ein würdiges Andenken erfahren. Nur wie, wenn die Stadt kein Geld hat?

Wer ist eigentlich die „Mann Management GmbH“ und warum spendet das Unternehmen 20 000 Euro? So ganz konkret konnten die Penzliner Stadtvertreter diese Frage auf der vergangenen Sitzung auch nicht beantworten. Aber einem geschenkten Gaul... Und schließlich ist schon ungefähr klar, aus welcher Richtung das Geld kommt. Bernd-Albrecht von Maltzan hat Kontakte spielen lassen.

Und langsam nimmt das Penzliner Prestige-Projekt Voß-Haus konkrete Formen an. Bereits seit Jahren wird darüber diskutiert, wie und wann das Gebäude am Marktplatz saniert und genutzt werden kann. Als zentrale Touristeninformation mit einer Ausstellung, eventuell sogar mit einzelnen Gästezimmern. Doch es hakte immer wieder am Thema Geld.

Kosten für die Sanierung: 1,5 Millionen Euro

Jetzt ist das Projekt für den laufenden Haushalt eingeplant. Denn inzwischen – so der Plan – muss die Stadt nur gut ein Prozent der Kosten aus eigener Kraft aufbringen. Wie Bürgermeister Sven Flechner (WPL) mitteilt, sind inzwischen 120 000 Euro an Spenden überwiesen oder zumindest zugesagt. Hinzu kommen Mittel der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Und bei so viel Eigeninitiative hat sich schließlich auch das Land bereit erklärt zu fördern. Insgesamt soll das Projekt rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Dafür soll das Voß-Haus nicht nur saniert werden. Daneben entsteht ein Neubau, der künftig die Touristeninformation beherbergt. Gleichzeitig soll dort auch Raum sein für kleinere Veranstaltungen und Ausstellungen, wie Flechner erläutert. Im Haus selbst soll die Bibliothek und eine Ausstellung rund um den berühmten Dichter und Übersetzer griechischer Epen, Johann Heinrich Voß, eingerichtet werden. „Die Ausstellung wird rund 90 000 Euro kosten und ist bereits in den Kosten mit eingeplant“, so der Bürgermeister. Jetzt hängt alles an den Landesbehörden. Dort wurden jüngst noch weitere Unterlagen zum Projekt eingereicht. „Wir hoffen auf eine Bewilligung in diesem Jahr, sodass wir schnell mit den Ausschreibungen beginnen können“, sagt Flechner.

12.06.2014 
Quelle: Nordkurier 

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