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05.03.2016

Die Orgelweihe steht noch bevor

Grund zur Freude gibt es für die Kirchenmitglieder in Groß Lukow. Zeigt sich das Gotteshaus sowohl innen als nun auch außen in einem guten Zustand. Große Aufmerksamkeit bekam in den vergangenen Monaten der Turm, der viele Schäden aufwies. Aber auch die Orgel klingt wieder optimal.

Groß Lukow. Noch vor einem Jahr sorgten sich die Christen von Groß Lukow um ihre Kirche. Vor allem der Turm wies viele Risse auf. Im Gegensatz zum Hauptgebäude geht seine Entstehung auf das beginnende 14. Jahrhundert zurück. Nach einem Blitzeinschlag brannte die Dorfkirche 1954 bis auf die Grundmauern nieder und wurde in den 60erJahren wieder aufgebaut. Der Turm hielt sich wacker, musste nun aber dringend saniert werden. Wie von Pastor Hartmuth Reincke von der Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow zu erfahren war, konnte diese Herausforderung inzwischen mit Unterstützung des Kirchenkreises gemeistert werden. „Die Risse im Turm sind geschlossen und neu verfugt. Zudem wurden Backsteine ausgetauscht“, gibt das Kirchenoberhaupt zu verstehen und verweist auf die Schuke-Orgel, die ebenfalls gereinigt und general überholt werden konnte. Die technische Abnahme erfolgte bereits. Die Weihe der Orgel soll in einem feierlichen Gottesdienst am 17. April sein. „Jost Reinhold unterstützte uns gleich bei mehreren Dingen“, kommt Hartmuth Reincke auf einen weiteren Förderer zu sprechen. Neben den anfallenden Arbeiten in Groß Lukow beteiligte sich der Mäzen im vergangenen Jahr auch an Projekten im Kirchenumfeld von Krukow.
In Angriff nehmen will die Kirchengemeinde in diesem Jahr das Aufstellen des historischen Altars im Gotteshaus von Mollenstorf. Dabei soll das Kunstwerk aus Holz, das momentan provisorisch an die Wand gelehnt wurde, gereinigt und zum Teil repariert werden. Allein dieses Vorhaben kostet an die 15 000 Euro. Sehr viel teurer werde die Restaurierung, die aber auch irgendwann erfolgen solle. Fehlende Mittel sind es, die den geplanten Dachausbau des Gemeindehauses am Penzliner Wall in die Warteschleife schieben. Um die Räumlichkeiten unter dem Dach für die Gemeindearbeit nutzen zu können, ist der Einbau eines Fahrstuhls sowie die Erneuerung der Treppenanlage nötig. „Dafür gibt es aber keine Förderung. Ohnehin müssen wir abwarten, was Strukturentscheidungen des Kirchenkreises bringen werden. Denn wir unterhalten derzeit zwei Gemeindehäuser“, kommt Pastor Hartmuth Reincke auf eine perspektivische Frage zu sprechen. Viele Investitionen flossen in den vergangenen Jahren in das Gemeindehaus am Wall, in dem in diesem Jahr auch das 25-jährige Bestehen der Diakonie-Sozialstation gefeiert wird. Das Gemeindehaus in der Speckstraße befindet sich in Nähe der Marienkirche und verfügt über ein viel größeres Grundstück. Sicher werde man sich irgendwann entscheiden müssen, um bei Förderungen bedacht zu werden, fügt der Pastor hinzu.
Ungefähr 780 Mitglieder zählt die Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow. Jährlich verliert sie an die 30 bis 50 Christen. Dabei verweist der Pastor auf die vielen Sterbefälle in den vergangenen Monaten, die sich auch in der Einwohnerstatistik Penzlins niederschlagen. So standen in der Stadt im Vorjahr beispielsweise 78 Sterbefällen nur 24 Geburten gegenüber. Auch der Zuzug bringe nicht unbedingt mehr Interessenten für die Kirchenarbeit. Junge Leute, die in Penzlin ihre Konfirmation feierten, verlassen aufgrund ihrer Ausbildung die Stadt.
Im Rahmen von zwei Projekten wird in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit einer Kirchgemeinde in Rumänien fortgesetzt.
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m.jacobs@nordkurier.de

05.03.2016 
Quelle: Nordkurier 

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