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28.01.2016

Die Penzliner sind dankbar, nur die eigene Wade nicht

Um die Badestellen in Penzlin kümmert sich eigentlich der Stadtbauhof. Hilfe am Klein Lukower See erhielten die Männer aber von Günther Girrleit. Dem war es nach vielen Touren bis nach Frankreich oder England etwas zu ruhig.

Klein Lukow. In diesem Jahr an der Mecklenburger Seenrunde teilzunehmen, das hatte sich Günther Girrleit ganz fest vorgenommen. Tritt er doch regelmäßig in die Pedale. Doch damit wird es wohl nichts. Zog sich der Senior doch beim Sturz auf seinem Hof in Klein Lukow einen Wadenmuskelriss zu. „Darum konnte ich auch nicht der Einladung zum Jahresempfang der Stadt Penzlin folgen“, erzählt der 64-Jährige. Dabei sollte er auf eben diesem Treffen eine Anerkennung für sein ehrenamtliches Wirken erfahren.
Völlig uneigennützig hatte sich Günther Girrleit im Sommer um die Badestelle am Klein Lukower See gekümmert, der die Bewohner immer mehr die kalte Schulter zeigten. „Ich habe hier als Kind selbst das Schwimmen gelernt. Die Wasserqualität ist gut. Der See war schon immer beliebt zum Angeln und Baden“ erzählt er. Also beseitigte er Grünwuchs und kümmerte sich um den kleinen Strand. Unterstützung erhielt er von Gudrun Pöhls, die den Kies dafür herbeischaffte. Eine kleine Bank wurde aufgestellt sowie provisorische Abfalleimer.
„Das Echo war wirklich groß und viele freuten sich, dass sie nun wieder im Klein Lukower See baden können. Sogar aus Flotow und Varchow kamen Leute zu uns“, freut sich Günther Girrleit. In diesem Jahr möchte er am Strand eine weitere Bank mit Tisch aufstellen. Dass er während seiner Aktion am See von zahmen Wildgänsen begleitet wurde, die mit ihm sogar einige Runden schwammen, das war für die Badegäste ein besonderes Erlebnis.
„Ich habe früher in der Landwirtschaft und im Betonwerk in Rethwisch gearbeitet. Nach der Wende wurde ich dann Fernfahrer, war in Frankreich, Belgien, der Schweiz, England und Österreich auf Achse. Allein zehn Jahre fuhr ich mit dem Laster durch Schweden“, kommt Günther Girrleit auf seinen beruflichen Werdegang zu sprechen. In Klein Lukow sei es schon immer recht ruhig gewesen. Jetzt im Rentenalter sei es mit der Stille manchmal zu viel, meint er. Auch darum suchte er sich die Tätigkeit im Dorf, die ihm viel Freude bereitete. Zumal der See fast an seiner Haustür liegt.
Lässt es die Gesundheit zu, dann sattelt Günther Girrleit wieder sein Fahrrad. Und er greift zu den Hanteln, um fit zu bleiben. Schließlich war er in den 70er Jahren bei Lok Waren/Rethwisch als Gewichtheber aktiv. Von diesem Sport kann er auch heute nicht lassen.

28.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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