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22.02.2017

Die Tage für den betagten Wohnblock sind gezählt

Bevor der Bagger anrollt, muss der Wohnblock in der Kastanienallee 4 in Groß Flotow entkernt werden. In gut fünf Wochen wird vom Haus nichts mehr zu sehen sein. Vielleicht begeistert sich bald ein neuer Bauherr für das Areal – wie in Mollenstorf.

Groß Flotow. Zwei große Container stehen vor dem Wohnblock in der Kastanienallee 4 in Groß Flotow. Lange angekündigt, jetzt wird es ernst. Denn das Haus wird klein gemacht und verschwindet völlig von der Bildfläche. Wie bereits in Marihn, Mollenstorf und Klein Lukow geschehen, hat die Stadt Penzlin sich für den Rückbau auch dieses Hauses entschieden. Bringt das der Kommune doch finanzielle Entlastung, da sie Instandhaltungs- und Bewirtschaftungskosten für ein fast leer stehendes Gebäude nicht mehr berappen muss.
„Der 8-WE-Block stammt aus den 80er Jahren. Zuletzt wohnte nur noch ein Mieter darin, der inzwischen ein neues Zuhause gefunden hat”, sagt Ulrike Hannemann vom Bauamt der Stadt. Aus dem Rückbauförderungsprogramm bewilligte das Landesförderinstitut schon im Vorjahr eine Summe von 21 300 Euro. Nach Ausschreibung des Auftrages noch im Dezember vorigen Jahres kam eine Gesamtkostensumme von 46 600 Euro bei der Verwaltung auf den Tisch. Das heißt, dass sich Penzlin noch mit über 25 000 Euro am Rückbau beteiligen muss.
Die Bauleute einer Firma aus der Feldberger Seenlandschaft, die seit dieser Woche vor Ort werkeln, sind den Penzlinern keine Unbekannten. Kümmerten sie sich doch schon um den Abriss des alten Wohnblocks an der B 192 in Marihn. Gut fünf Wochen werden sie wohl in Groß Flotow für die Umsetzung des Auftrages brauchen, hieß es in der Verwaltung. So könnten sie rechtzeitig fertig sein, bevor die Weißstörche heimkehren und ihren angestammten Horst gegenüber des dann verschwundenen Wohnblocks wieder besetzen. Mit den Einwohnern in Nähe der Baustelle sei nach Aussage von Ulrike Hannemann gesprochen worden. Müssen sich diese doch in den nächsten Wochen auf Staub und Lärm einstellen.
Was mit solchen Abrissflächen im Nachhinein passiert, das ist in Mollenstorf zu erleben. Denn dort wurden von Privatleuten zwei Grundstücke für den Eigenheimbau erworben. „Wir freuen uns über das Interesse, werden so doch wieder die Lücken im Dorf geschlossen”, sagt Mirko Meinhart, 1. Stadtrat in Penzlin.
Als günstig erweise sich die zentrale Ortslage dieser teilerschlossenen Bauplätze. Mit einem Quadratmeterpreis von 8 Euro, der sich aus dem Bodenrichtwert und nach Vorgaben des kreislichen Gutachterausschusses ergebe, sei dieses Bauland zudem gut erschwinglich. Andererseits hätten die Eigenheimbauer in Mollenstorf höhere Aufwendungen, da es hier zum Beispiel keine zentrale Abwasserversorgung gebe.
Der Abriss weiterer Blöcke im Amtsbereich stehe laut Mirko Meinhart momentan nicht auf der Tagesordnung. Diskussionen gebe es noch in Ankershagen. Die Gemeinde erwägt, den Block in der MTS-Siedlung 24 im Ortsteil Friedrichsfelde platt zu machen.
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m.jacobs@nordkurier.de

22.02.2017 
Quelle: Nordkurier 

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