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25.10.2016

Die mit dem Stier kämpften: Waghalsig im Salto mortale

„Das minoische Stierspiel – Wirklichkeit oder Fiktion?“ ist Thema des 161. Sonntagsvortrages von Reinhard Witte am 6. November um 11 Uhr im Schliemann-Museum Ankershagen.

Ankershagen. „Aus verschiedenen Zeiten und Gebieten sind sportliche Wettkämpfe von Menschen mit Stieren bekannt. Dennoch ist nicht sicher geklärt, ob und wie das minoische Stierspringen vonstatten ging“, sagt der Autor.
Es gäbe im archäologischen Material Kretas, des griechischen Festlandes und darüber hinaus zahlreiche Abbildungen (auf Siegeln und Gefäßen, Fresken), auf denen (in unterschiedlichen Phasen) dargestellt ist, wie Männer und Frauen vermutlich mit einem Salto mortale frontal über einen anrennenden Stier springen. Sprangen Minoer und Mykener aber nun tatsächlich über Stiere, oder gehört das Ganze in einen fiktiven Bereich?
„Manche Forscher warnen ausdrücklich davor, die Abbildungen als Fotografien anzusehen. Diese Warnung müssen wir einerseits sehr ernst nehmen, andererseits fällt es schwer, zu glauben, die Minoer (und Mykener) hätten Szenen von Stierspringen aufgezeichnet, ohne selbige praktiziert zu haben. Vielleicht war das rätselhafte Stierspiel ja Teil von Kulthandlungen?“, meint Reinhard Witte.
In der Sage könnte es seinen Niederschlag in der Erzählung vom Kampf des athenischen Königssohnes Theseus gegen den Stiermenschen Minotauros gefunden haben. „Hier wissen wir, dass sich diese Auseinandersetzung im sagenhaften Labyrinth des Königs Minos abspielte. Doch wo fand das tatsächliche Stierspringen statt?“, bleibt als Frage, auf die der Vortrag eine Antwort geben will. mj

25.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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