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19.05.2016

Dieser Goldschatz zieht magisch an

Die Vernetzung der Museen mit dem kulturellen Umfeld steht im Mittelpunkt des Internationalen Museumstages. Auch bei Schliemanns bringt man sich hier ein und hofft auf viele Besucher, die ruhig dem Goldrausch verfallen dürfen.

Ankershagen. An die 100 Leute schauten am Pfingstsonntag im Heinrich-Schliemann-Museum vorbei. Für die Einrichtung – etwas weit vom Schuss gelegen – war das schon etwas besonderes. Museumsleiter Reinhard Witte hofft, dass er auch an diesem Sonntag wieder viele Besucher im ehemaligen Pfarrhaus empfangen kann. Denn der kulturelle Gedächtnisort von nationaler Bedeutung reiht sich ein in die Aktionen zum 23. Internationalen Museumstag.
Um 11 Uhr gibt es eine Führung durch die Dauerausstellung, die Kindheit und Jugend Heinrich Schliemanns (1822-1890) in Mecklenburg zeigt, die von seiner Tätigkeit als Kaufmann im Russland der Zaren und seinen archäologischen Entdeckungen in Griechenland und der Türkei berichtet. „Während für mich die keramischen Originalfunde besondere Schätze darstellen, begeistern sich die Besucher meist an den Nachbildungen edelmetallener Ausgrabungsstücke. Dazu gehört der Schatz des Priamos“, weiß der Museumsleiter.
Erfahrungsgemäß gebe es immer viele Fragen zu Schliemann, um dessen Person sich zahlreiche Geschichten ranken. Auch die Leute für den Archäologen zu begeistern, die von ihm bisher wenig erfahren haben, darin sieht Reinhard Witte für sich immer eine Herausforderung. Schließlich entwickelte sich Ankershagen zum Zentrum der internationalen Schliemann-Forschung. Nicht von ungefähr gibt es viele Kontakte zu Museen der Region. Dazu gehören das Regionalmuseum in Neubrandenburg, das Reutermuseum in Stavenhagen und Einrichtungen in Neustrelitz.
„Am 1. Juni gibt es nach längerer Pause ein Wiedersehen mit Vertretern der Stadt Neubukow, dem Geburtsort Schliemanns. Hier erinnert eine Gedenkstätte an den Troja-Ausgräber“, nennt Reinhard Witte einen besonderen Termin. Und es gibt noch einen Grund zum Feiern: Vor 20 Jahren wurde vor dem Museum das Trojanische Pferd aufgebaut, das die kleinen Besucher zur Rutschpartie einlädt. Fest im Kalender steht bereits das Griechische Fest, das am 23. Juli eine Neuauflage erfahren soll. Die Sonderausstellung zum Thema „Archäologie und Archäologen im 19. Jahrhundert“ kann übrigens noch bis September angeschaut werden.
Während des Museumstages können Kinder von 13 bis 16 Uhr basteln. Mitarbeiterin Beate Noetzel hat Amphoren aus Pappe vorbereitet, die bemalt oder mit Papierborten beklebt werden können.
Geöffnet sind am Sonntag auch die Türen in der Alten Burg Penzlin und zwar von 10 bis 18 Uhr. Hier steht die Hexenverfolgung in Mecklenburg während des Mittelalters als Schwerpunktthema an. Aber auch eine Barlach-Ausstellung und das neue magische Spielzimmer laden zum Kennenlernen ein.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

19.05.2016 
Quelle: Nordkurier 

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