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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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09.12.2013

Dieser Trank heizt magisch ein

Er hilft gegen kalte Füße und dunkle Gedanken, so heißt es. Doch wie und wer macht denn nun eigentlich das beste Weihnachts-Gebräu der Region. Die Recherche gestaltet sich schwierig.

„Die sind genau abgezählt“, sagt Gerhard Kresin schmunzelnd, als die Tupperware voll mit Zitronenscheiben geöffnet wird. Seit Jahren arbeiten die Penzliner am besten Rezept für die Feuerzangenbowle und feilen auch dieses Jahr wieder. Neben der Feuerstelle mit dem aufgehängten Kessel türmen sich die Zutaten auf einem Holztisch. Trockener Rotwein – das ist die Grundlage. Große Schachteln, kleine Boxen, helle und dunkle Flaschen. Ein leicht abgegriffener Zettel mit dem Ergebnis jahrelanger Versuche. Sternanis, Zimt und über die Anzahl der Nelken wird noch eifrig diskutiert. Sollen es nun acht oder zehn sein? Bei der Zitrone steht es fest. Genau elf Scheiben landen in dem dampfenden Kessel. Aus dem schlagen kurz darauf die Flammen, als Zucker und Rum sich langsam auflösen und in den Glühwein tröpfeln.

Auf der Penzliner Burg geht es am Wochenende um Ruhm und Ehre. Schließlich bestimmt das Publikum am Ende einen Sieger unter den Heißgetränkeverkäufern. Und Kresin und seine Kollegen vom Förderverein Alte Burg haben quasi schon ein Abo auf den „Glühweinpokal“.

„Wird Zeit, dass sich daran etwas ändert“, sagt Remo Henning in seiner Feuerwehruniform. Auch bei den Kameraden qualmt es mächtig. Allerdings vom Grill. Der Glühwein kommt hier aus dem Thermosbehälter. „Aber alles selbst gemacht“, sagt Amtsbrandmeister Uwe-Henning. Bei der Adventsfeier der Feuerwehr sei das Rezept schon zum Einsatz gekommen und habe die harten Qualitätskriterien erfüllt. Das gilt auch für den Morgen danach. Und was macht den Trank der Feuerwehrleute so besonders? Alles wird nicht verraten, aber so viel: Die Retter arbeiten mit Vanille und karamellisierten Orangenscheiben. Die Weihnachtsmarktbesucher scharen sich bald um das Festzelt.

Schon am Nachmittag schlägt die Feuerwehr Alarm. 80 Liter haben die Kameraden verkauft. Jetzt sind die eisernen Reserven dran. Noch mal 40 Liter. Gegen 16 Uhr steht der Sieger des Publikumspreises fest: Mit dem Löschen durstiger Kehlen kennen sich die Kameraden aus.

09.12.2013 
Quelle: Nordkurier 

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